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Euro/US-Dollar: Läuft das den Euro-Bären aus dem Ruder?

Das lief alles so gut an: Der Euro sackte zum US-Dollar Ende vorvergangener Woche auf einmal kräftig durch und verließ dadurch nicht nur ein Dreieck nach unten, sondern erreichte neue Jahrestiefs. Der Kurs vollendete sogar, wenn man das Chartbild etwas großzügiger interpretiert, eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Und die Angst, dass die Entwicklung in der Türkei die Eurozone mit in den Abgrund reißen könnte, lieferte für diesen Abstieg die fundamentalen Argumente, weil man den Wertverlust des Euro als Fluchtbewegung außereuropäischer Investoren aus europäischen Assets interpretieren konnte.

Doch auf einmal zieht der Euro wieder an und steigert das Tempo dabei tagtäglich. Was ist passiert? Läuft die Entwicklung den Bären aus dem Ruder, wird dieser Ausbruch nach unten womöglich zur Bärenfalle und mündet, wie oft in solchen Fällen, in eine Euro/US-Dollar-Rallye? Möglich wäre das durchaus, denn:

Expertenmeinung: Zum einen kommt es nicht selten zu gezielt von großen Trader-Adressen ausgelösten Fehlsignalen auf der Unterseite, weil diese dann große Short-Positionen in durch ausgelöste Stoppkurse unter hohem Volumen stark fallende Notierungen eindecken können, ohne die Kurse selbst nach oben zu treiben. Meist drehen diese Trader ihre Richtung zugleich sofort wieder auf Long. Zum anderen musste man jederzeit damit rechnen, dass große US-Player dagegenhalten, d.h. den Euro wieder höher zu ziehen, den US-Dollar zu drücken versuchen.

Denn eine massive Wende des Euro nach unten hieße, dass die US-Unternehmen den durch diese Euro-Hausse bzw. US-Dollar-Baisse erlangten Vorteil beim Export verlieren. Etwas, das der US-Regierung keineswegs recht sein kann. Noch sehen wir hier nicht mehr als einen Pullback an den Ausbruchslevel, noch ist für die Bären nichts angebrannt. Auffällig ist jedoch, dass der Euro/US-Dollar genau bei 1,13 US-Dollar drehte. Dort, wo am 9. November 2016 ein kurzfristiges Hoch als erste Reaktion auf Trumps Wahlsieg ausgebildet wurde.

Das ist eine Unterstützungsmarke mit Symbolcharakter, Vorsicht wäre also angesagt. Fiele diese 1,13er-Linie, wäre ein weiterer Abstieg in die Region 1,0850/1,0900 US-Dollar denkbar. Aber sollte der Kurs die rot markierte, obere Begrenzung des zuvor nach unten durchbrochenen, absteigenden Dreiecks überbieten, wäre das Rennen für die Bären erst einmal gelaufen. Diese Linie verläuft heute bei 1,1690 US-Dollar, auf die gilt es zu achten.

EUR.USD_2018_08_22

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