Börsenblick

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ISRA Vision: Diese Kuh ist noch nicht vom Eis

Im zweiten Quartal gehörte die Aktie von ISRA Vision, dem seit Juni im TecDAX notierten Hard- und Software-Hersteller optischer Überwachungs- und Steuerungssysteme für sensible Produktionsprozesse, zu den ganz großen Gewinnern am deutschen Aktienmarkt. Doch mit dem Beginn des dritten Quartals endete die Rallye, wich einer Konsolidierung, die auch jetzt noch in der Schwebe ist: Weicht sie zeitnah einem erneuten Rallye-Schub oder weitet sie sich zu einer größeren Korrektur aus?

Aktuelle Zahlen zur Unternehmensentwicklung wären da hilfreich für die Akteure, um eine Basis zu erhalten, ob man bei ISRA Vision in dieser derzeitigen Konstellation, die aus chart- und markttechnischer Sicht eine Entscheidung einfordert, den Daumen heben oder senken sollte. Aber ISRA Vision ist in dieser Hinsicht ein wenig langsamer als das Gros anderer Unternehmen (oder rechnet genauer …): Die Bilanz des dritten Geschäftsquartals (das Geschäftsjahr endet am 30.9.) steht erst in elf Tagen, am 31. August, auf dem Kalender. Ob man sich mit Blick auf dieses Chartbild so lange gedulden wird? Es ist fraglich, denn hier kann jederzeit eine Trendentscheidung fallen. Sehen wir hin:

Expertenmeinung: Zwischen April und Mitte Juli war es die im Chart blau hervorgehobene 20-Tage-Linie, die den bullischen Akteuren als Führungslinie diente. Kaum wurde sie touchiert, zog die Aktie wieder an. Anfang Juli wurden diese Tests indes immer zahlreicher, die Linie konnte letzten Endes nicht gehalten werden. An ihre Stelle trat die April-Aufwärtstrendlinie. Jetzt ist sie es, die der Aktie Halt verleiht. Aber Sie sehen, dass es bislang nicht gelingt, sich von dieser Linie nach oben abzusetzen. Was dazu geführt hat, dass der Trendfolgeindikator MACD zwar von unten wieder an seine Signallinie herangelaufen ist, bislang aber nicht die nötige Kraft findet, um ein unterstützendes Kaufsignal zu generieren. Es steht also Spitz auf Knopf.

Sollte ISRA Vision nach oben davonziehen, wäre das bisherige Verlaufshoch bei 59,70 Euro nicht fern und mit Blick auf die Volatilität der Aktie auch durchaus zu bezwingen. Allerdings wäre auch erst ein Schlusskurs über diesem bisherigen Verlaufsrekord ein wirklich glaubwürdiges, bullisches Signal. Auf der Gegenseite hätten es die Bären etwas leichter. Da die derzeit entscheidende April-Aufwärtstrendlinie momentan mit der 20-Tage-Linie im Bereich 53,25/53,50 Euro eine Kreuzunterstützung bildet, wäre deren Bruch auf Schlusskursbasis bereits ein bärisches Signal. Das Kursziel läge zunächst auf Höhe des markanten Zwischenhochs vom Januar bei 48,70 Euro. Dessen Bruch würde den Weg in die Region 40/41 Euro freigeben – aber das wäre wohl nur dann realistisch, wenn diese am 31. August erwartete Quartalsbilanz für lange Gesichter sorgen würde.

Chart vom 17.08.2018, Kurs 54,10 Euro, Kürzel ISR

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