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Leoni: Auch diese Aktie hat sich fast halbiert – Jetzt einsteigen?

Die Leoni AG mit Sitz in Nürnberg ist ein weltweit führender Hersteller für Drähte, Kabel, optische Fasern und Bordnetz-Systeme.

Das Unternehmen stellt Drähte und Litzen, Standard- und Spezialkabel, Starkstrom-, und Datenleitungen, Koaxial- und Instrumentenkabel, Lichtwellenleiter sowie komplette Kabelsysteme und Dienstleistungen für unterschiedlichste industrielle Zwecke her. Daneben produziert Leoni komplette Bordnetz-Systeme sowie Komponenten für die Fahrzeugindustrie.

Neben der Automobilbranche, die für den Hauptumsatz verantwortlich ist, zählen auch die Branchen Medizintechnik, Telekommunikation, IT, Infrastruktur, erneuerbare Energien, sowie die Haus- und Elektrogeräteindustrie zu den Abnehmern.

Es hapert beim Gewinn

Leider fällt der Rückblick bei Leoni eher durchwachsen aus. In den letzten zehn Jahren legte der Umsatz von 2,91 auf 4,92 Mrd. Euro zu. Abgesehen von 2009 glänzte man mit anhaltendem Wachstum.

Der Gewinn entwickelte sich allerdings nicht stetig, sondern schwankt seit Jahren zwischen 2 und 5 Euro je Aktie. Im zurückliegenden Geschäftsjahr wurden 4,44 Euro je Aktie erzielt, 2016 wurde ein vorläufiger Tiefpunkt mit nur 0,33 Euro je Aktie erreicht.

Auch die Dividende blieb davon nicht unberührt und wurde von 1,50 Euro im Hoch auf zwischenzeitlich 0,50 Euro je Aktie gesenkt.

Halbjahresbericht kommt nicht gut an

Die jüngsten Zahlen zum ersten Halbjahr passen hier leider ins Bild. Der Umsatz legte insgesamt um 7,7% auf 2,654 Mrd. Euro zu, im zweiten Quartal lag das Plus allerdings nur noch bei 6,8%.

Das Ergebnis sank um 12% auf 2,63 Euro je Aktie, im zweiten Quartal war der Gewinn um nahezu ein Drittel von 1,88 auf 1,29 Euro je Aktie rückläufig.

Es ist also kein Wunder, dass die Aktionäre wenig begeistert reagieren.

Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde allerdings bestätigt. Leoni erwartet weiterhin ein EBIT von 215 – 235 Mio. Euro. Der Umsatzprognose wurde sogar leicht von 5,0 auf 5,1 Mrd. Euro angehoben.

Für die zweite Jahreshälfte bedeutet das aber dennoch einen leichten Umsatzrückgang im Vergleich zu den ersten sechs Monaten.

Fundamentale Bewertung

Leoni kommt derzeit auf ein KGV von 8 und ein KGVe von 7,7 für das laufende Geschäftsjahr. Der Markt erwartet also eine Steigerung des Gewinns. In Anbetracht der bisherigen Zahlen, scheint die Erreichung dieses Ziels zumindest fragwürdig zu sein.

Darüber hinaus bleibt die Frage, in wieweit der ausgewiesene Gewinn auch ökonomische Realität ist. Der freie Cashflow lag im ersten Halbjahr bei -140 Mio. Euro. Es sind also Mittel aus dem Unternehmen abgeflossen, wie auch im Vorjahr.

Die Dividendenrendite beträgt rund 3,9%.

Die Bewertung ist oberflächlich niedrig, die realen ökonomischen Gewinne allerdings auch. Das ist auch der Grund, warum die Aktie trotz niedrigem KGV seit Jahren nicht vom Fleck kommt.
Aus fundamentaler Sicht kann keine Kaufempfehlung ausgesprochen werden.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie ist langfristig neutral und ein klarer Underperformer.
Kurzfristig ist die Lage hingegen bärisch. Mit dem Bruch der zentralen Unterstützungszone zwischen 39 und 41 Euro, wurde ein Verkaufssignal generiert. Das erste Kursziel auf der Unterseite bei 35,75 Euro wurde bereits abgearbeitet.

Ausgehend von dieser Basis könnte es jetzt durchaus zu einer Erholung in Richtung 39 Euro kommt. Spätestens bei 41 Euro sollten die Bullen allerdings scheitern und der Anstieg würde den übergeordneten Abwärtstrend auch nicht infrage Stellen.

Rutscht die Aktie hingegen direkt unter 35,75 Euro, wäre der Weg in Richtung 32,50 und 30,00 Euro frei. Hier sollte man die Lage dann neu sondieren.

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