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Daimler: Für die Bären passt hier alles zusammen

Was könnte den Bären besser in die Karten spielen als eine unsichere Perspektive? Negative Fakten haben den Nachteil, dass zwar schnell reagiert wird, wenn sie auf dem Tisch liegen. Aber dann, wenn sie bekannt sind, beginnen die ersten umgehend nach vorne zu blicken und auf eine bessere Entwicklung zu setzen. Wenn über einem Unternehmen aber ein Damoklesschwert hängt, bleibt das Argument für fallende Kurse erhalten, denn es könnte ja jederzeit etwas passieren und das, wer weiß, noch schlimmer sein als das, was man ohnehin befürchtet hatte.

So betrachtet ist die Daimler-Aktie momentan ein perfektes Opfer für die Leerverkäufer. Denn bislang spricht nichts dafür, dass der Kelch der US-Strafzölle wirklich an den europäischen Autobauern vorübergehen wird. Und dass Daimler im Juli überraschend deutlich weniger Fahrzeuge verkaufte als im Vorjahresmonat, erweckt den Eindruck, dass der Weg für den Konzern schon ohne Donald Trumps Mitwirkung spürbar steiniger wird. Entsprechend stellt sich auch das charttechnische Bild für die Bären ideal dar:

Expertenmeinung: Obwohl der DAX insgesamt am Donnerstag aufholte, mochte sich niemand so recht an die Daimler-Aktie heranwagen. Zu unsicher ist die Zukunft, aber auch das Chartbild zu bärisch. Das wird besonders gut erkennbar, wenn man sich ein etwas längerfristiges Bild auf Wochenbasis ansieht. Sie sehen, dass die Aktie, ohnehin schon seit Jahresbeginn auf dem Rückzug, Mitte Mai zusätzliches Abwärts-Momentum erhielt, als die Drohkulisse der US-Regierung gegen die europäische Automobilindustrie konkreter wurde. Dadurch durchschlug Daimler die wichtige Auffangzone 59/60 Euro.

Dass der Kurs zügig wieder von unten an diese Zone heranlief, dort aber eine Woche nach der anderen nicht weiter kam und jetzt an das bisherige Jahres-Verlaufstief bei 54,78 Euro zurücksetzte, ist eine Steilvorlage für das Bären-Lager. Natürlich wäre das grundsätzlich auch eine tadellose Basis für ein Doppeltief und damit einen neuen, kräftigen Aufwärtsimpuls. Aber das ist angesichts des eingangs erwähnten Damoklesschwerts die aktuell klar weniger wahrscheinliche Variante. Sollte Daimler dieses bisherige Tief von 54,78 Euro unterbieten, läge das nächste Kursziel in Form des Jahrestiefs 2016 bei 50,83 Euro. Ein verlockendes Angebot, das die Bären zweifellos nicht allzu bereitwillig ausschlagen dürften.

Chart vom 16.08.2018, Kurs 55,29 Euro, Kürzel DAI

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