Börsenblick

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Bayer: Wie weit denn noch? Wo liegt das nächste Kursziel?

Während man in Bezug auf den Gesamtmarkt gerade dabei ist, jedwede Risiken herunterzuspielen, kennen die Marktteilnehmer bei der Bayer-Aktie keine Gnade: Der Kursrutsch setzte sich auch am Donnerstag ungebremst fort.

Normalerweise könnte man erwarten, dass negative Nachrichten schnell in den Kurs eingearbeitet werden und danach eine Stabilisierung erfolgt. Doch bei Bayer ist das Problem, dass man nicht einmal ansatzweise abschätzen könnte, wie negativ diese Nachrichten noch werden können. Dass das erste Schadensersatz-Urteil wegen nicht ausreichender Gefahrenhinweise bei Glyphosat gleich einen dreistelligen Millionenbetrag ausmachte, macht zu Recht nervös. Denn es sind noch viele Klagen anhängig, es könnten Milliarden werden, die das Unternehmen zu zahlen hat.

Und wieder dürften sich angesichts der auch heute wieder deutlich wegrutschenden Aktie viele denken: Warum musste Bayer auch unbedingt Monsanto kaufen! Denn es ist eigentlich Monsanto, das für diese fatale Sache verantwortlich ist.

Expertenmeinung: Doch im Zorn zurück zu blicken hilft denen wenig, die jetzt unschlüssig sind, wie man mit diesem „fallenden Messer“ umgehen soll. Ein Blick auf den Chart zeigt: Dieses Messer ist noch scharf und gerade durch das kräftige Minus des Mittwochs und Donnerstags noch schärfer geworden.

Denn anfangs, in der ersten Reaktion am Montag, gelang es wenigstens, das Jahrestief 2016 bei 82,12 Euro auf Schlusskursbasis zu halten. Und am Folgetag blieb die Aktie im Tief darüber, was Hoffnung schürte, es könnte dort eine Bodenbildung gelingen. Diese Hoffnung platzte, als der Kurs am Mittwoch durch diesen Support hindurchging wie ein heißes Messer durch die Butter … und gestern einfach weiter fiel, ohne, dass man ernsthafte Gegenwehr der Käuferseite hätte erkennen können.

Man muss, wie hier der Fall, schon einen recht langfristigen Chart herauskramen, um die nächste nennenswerte Wendemarke zu finden, die womöglich die Aktie auffangen könnte. Denn unterhalb dieses 2016er-Tiefs ist der Weg aus charttechnischer Sicht erst einmal frei. Frei bis hinunter an das Zwischenhoch Anfang 2008, eine Wendemarke, die indes erst bei 65,39 Euro wartet.

Vom Kursniveau, das die Bayer-Aktie Anfang des Monats aufwies bis zum gestrigen Tief hat das Papier bereits 20 Euro verloren. Ganz ausgeschlossen wäre es mit Blick auf diese jetzt völlig offene Perspektive nicht, dass Bayer tatsächlich bis in diese Zone durchgereicht würde, noch weitere gut zehn Euro abgeben könnte. Noch also bleibt es dabei: Hier haben wir ein äußerst scharfes fallendes Messer, in das hinein zu greifen sich noch nicht anbieten würde.

Chart vom 16.08.2018, Kurs 77,05 Euro, Kürzel BAYN

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