Börsenblick

Zurück September Weiter
Zurück 2018 Weiter

Volkswagen Vz.: Reißt auch noch der letzte seidene Faden?

Das Minus von 3,12 Prozent, mit dem die VW Vorzugsaktie am Mittwoch nicht einmal der schwächste DAX-Wert war, ist Ausdruck einer Gesamtsituation, die für viele Investoren zu undurchsichtig und unberechenbar geworden ist, um am Aktienmarkt hoch oder sogar voll investiert zu bleiben.

Und verkauft wurde, was am ehesten leiden würde, wenn die Kombination der Risiken aus einem eskalierenden Handelskrieg, einem ungeordneten BrExit und einem wirtschaftlichen Kollaps der Türkei mit Ansteckung der Eurozone sich in das Wachstum verzehrende Fakten verwandeln sollte. Die Automobilbranche ist immens konjunktursensibel und ein international agierender Exporteur, kein Wunder also, dass die Volkswagen-Aktie in einem solchen Umfeld unter Druck steht.

Die Frage ist, ob es sich hier nur um einen Sturm im Wasserglas handelt – oder aber ganz im Gegenteil der Großteil des Abstiegs noch vor der Aktie liegt.

Expertenmeinung: Optimisten würden wohl darauf verweisen, dass die Aktie das bisherige Jahrestief vom 2. Juli bei 138,56 Euro noch nicht signifikant unterboten hat. Und dann wäre da ja noch das Zwischenhoch vom Dezember 2015 bei 136,65 Euro als theoretische Unterstützung. Theoretisch muss man da aber unterstreichen, denn seit damals hat sich dieses Zwischenhoch als Unterstützung nie bewährt.

Und sollte es in den verbleibenden zwei Handelstagen dieser Woche nicht zu einer umgehenden und kräftigen Rallye kommen, die die VW Vorzugsaktie an und über das bisherige Wochenhoch von 145 Euro trägt, wäre erstmals die den Kurs seit dem Abgasskandal-Crash im Herbst 2015 führende, längerfristige Aufwärtstrendlinie auf Wochenschlusskurs-Basis unterboten, nachdem sie gerade erst in den letzten Wochen mehreren Angriffen standgehalten hatte.

Es ist ein letzter, sehr dünner seidener Faden, an den sich die verbliebenen Bullen noch klammern. Reißt er, indem die Aktie per Freitagabend mit Schlusskursen unter 136 Euro klar genug durch die jetzt umkämpften Unterstützungen rutscht, wäre das ein charttechnisch stark negatives Signal, das die ohnehin immer nervöser werdende Stimmung noch deutlich weiter eintrüben würde.

Chart vom 15.08.2018, Kurs 138,44 Euro, Kürzel VOW3

Auch interessant:

"Ein harter Brexit ist nicht ausgeschlossen." Interview mit Robert Halver | LYNX fragt nach
DAX - Trendwende oder Strohfeuer? | LYNX Marktkommentar
Smart Beta ETFs im Fokus: Wie lege ich mein Geld an? Interview mit Markus Kaiser | LYNX fragt nach
Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN