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Brent Crude Oil: Zehn US-Dollar Luft nach unten, wenn …

Zwei Dinge spielten den bärischen Tradern am Rohölmarkt zur Wochenmitte in die Karten: Ein überraschender Anstieg der wöchentlich veröffentlichten Rohöl-Lagerbestände der USA und ein zu zahlreichen Währungen kräftig steigender US-Dollar. Ersteres beginnt langsam zur Gewohnheit zu werden. In drei der letzten fünf Wochen stiegen die US-Lagerbestände kräftig an, während es in den zwei Monaten zuvor zu tendenziell stark sinkenden Beständen kam, die andeuteten, dass die Nachfrage deutlich anzieht. Das sieht jetzt anders aus – ein Argument für die Bären. Aber eben nicht das einzige. Wie viele Rohstoffe weisen auch die verschiedenen Rohöl-Sorten eine enge Korrelation zum US-Dollar auf. Steigt der, wird das oft durch einen fallenden Ölpreis ausgeglichen.

Da alle Rohstoffe in US-Dollar fakturiert werden, werden die Schwankungen der Währung so ausgeglichen. Während sich dann ein fallender Ölpreis für US-Bürger positiv auswirkt, egalisiert sich der Kursabstieg des Rohöls im Rest der Welt, weil zugleich der US-Dollar teurer wird. Was auch der Grund ist, warum bei uns kaum etwas von dem von fünf Wochen begonnen Abstieg des Ölpreises an der Tankstelle ankommt. Sollte indes die jetzt angesteuerte Unterstützung bei Brent Crude Oil fallen, würde sich daraus mittelfristig Abwärtspotenzial von fast zehn US-Dollar ergeben. Das würde der US-Dollar wohl kaum kompensieren. Sind also endlich billigere Spritpreise in Sicht?

Expertenmeinung: Die Chance wäre groß, falls Brent Crude Oil klar unter 69,80 US-Dollar schließen würde. Sie sehen im Chart, dass der Ölpreis mit dem gestrigen Minus, gedrückt durch einen kurzfristigen Abwärtstrend, eine Flaggenformation nach unten verlassen hat. Das wäre bereits klar bärisch, wäre da nicht unmittelbar darunter diese markante Unterstützungslinie bei 69,80 US-Dollar, die sich aus den beiden Zwischenhochs der Monate Januar und März zusammensetzt. Es ist wahrscheinlicher, dass versucht wird, diese Linie zu verteidigen als dass man bereit wäre, die Bären einfach durchzuwinken.

Aber sollte der US-Dollar weiter zulegen, sollte sich die Sorge verstetigen, dass die zahlreichen Konflikte, die derzeit herrschen, eskalieren und das weltweite Wachstum ausbremsen, kann diese Auffanglinie schnell und deutlich gebrochen werden. Dann wäre auch ein kräftiger, schneller Selloff keine Überraschung, der, zumindest Richtung Spätherbst, durchaus die Chance böte, dass Brent Crude Oil sich in den Bereich des bisherigen, im Februar erreichten Jahrestiefs bei 60,87 US-Dollar orientiert.

Chart vom 15.08.2018, Kurs 70,73 US-Dollar, Kürzel COIL

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