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Weibo: In China fällt ein Sack Reis um

Weibo ist der Betreiber des größten Mikroblogging-Dienstes im reich der Mitte und wird gemeinhin auch als „chinesische Twitter“ bezeichnet.
Das Unternehmen wurde 2009 von der ebenfalls börsennotierten Sina Corp gebründet und hat über 430 Millionen monatlich aktive Mitglieder, fast die Hälfte davon nutzt den Dienst täglich. Über 90% entfallen dabei den Bereich Mobile.

Hochprofitables Wachstum

Die Entwicklung der letzten Jahre kann man nur als atemberaubend bezeichnen. Der Umsatz legte seit 2012 von 0,07 auf 1,15 Mrd. USD zu. Alleine seit 2015 haben sich die Einnahmen noch einmal mehr als verdoppelt und der Gewinn hat sich von 0,16 auf 1,56 USD je Aktie nahezu verzehnfacht.

Doch auch im laufenden Geschäftsjahr scheint die positive Entwicklung nicht abzubrechen.

Die Zahlen muss man sehen

Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 76% auf 349,9 Mio. USD zu. Das Nettoergebnis klettere um 111% auf 99,1 Mio. USD. Je Aktie entspricht das einem Wert von 0,50 nach 0,26 USD im Vorjahr.

Im zweiten Quartal legte der Umsatz um 68% auf 426,6 Mio. USD zu. Das Nettoergebnis klettere um 92% auf 140,9 Mio. USD. Je Aktie entspricht das einem Wert von 0,62 nach 0,33 USD im Vorjahr.

Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer stieg von 360 auf 430 Mio., 190 Millionen Menschen sind täglich aktiv.

Fundamentale Bewertung

Was hier in einem Quartal passiert, schaffen andere Unternehmen in Jahren nicht. Der Aktie hat es allerdings nicht geholfen, denn der Kurs hat sich seit dem Jahreshoch halbiert.

Dementsprechend ist aber auch die Bewertung sehr viel attraktiver. Weibo kommt derzeit auf eine P/E von 40 und eine forward P/E von 28 für das laufende Geschäftsjahr.

Im Verhältnis zum hohen Wachstum, des Trackrecords und der Profitabilität scheint die Aktie attraktiv bewertet zu sein.

Ausblick

Weibo steht derzeit massiv unter Druck, wie nahezu alle in den USA gelisteten chinesischen Werte. In wieweit der Abverkauf sinnvoll ist, darf man durchaus in Frage stellen. Der Handelskrieg dürfte auf die Nutzung von Weibo und Co. im Reich der Mitte wohl weniger Auswirkungen haben, als der sprichwörtliche Sack Reis, der umfällt.

Auch die Abwertung des Yuan mindert das Wachstum lediglich. Die chinesische Währung wird wohl kaum dauerhaft um 30% pro Jahr nachgeben.

Charttechnisch ist die Aktie ganz klar bärisch und wir greifen hier in ein fallendes Messer. Doch der Abverkauf wird nicht ewig fortzusetzen sein und man könnte strategisch schrittweise zukaufen.
Das Unterstützungsband zwischen 66 und 72 USD würde sich hier als erste Marke anbieten.

In turbulenten Phasen ist es immer schwer ein Tief genau auszumachen, doch den Mutigen gehört die Welt.

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