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MDAX: Schließt sich das Chancen-Fenster der Bullen?

Die Reaktionen auf die jetzt sukzessiv in geringerer Schlagzahl einlaufenden Quartalsergebnisse der 50 im MDAX notierten Unternehmen fielen in dieser Berichtssaison ungewöhnlich heftig aus. Wer überzeugen konnte, sah seine Aktie umgehend steil ansteigen. Aber dort, wo die Investoren Haare in der Suppe fanden, wurden die entsprechenden Aktien kräftig abgestraft. Am Dienstag fanden sich mit Ceconomy, der Aareal Bank und K+S gleich drei Aktien unter den schwächsten fünf, die am selben Tag ihre Quartalsergebnisse vorgelegt hatten. Diese intensiven Reaktionen zeugen davon, dass die Marktteilnehmer zusehends nervöser werden.

Und das zu Recht, denn mit den Unwägbarkeiten des Handelskonflikts, der kritischen Lage der Türkei als einer der großen europäischen Volkswirtschaften und einem drohenden chaotischen, ungeordneten „BrExit“ finden sich momentan gleich drei Elemente, die deutlich auf die Perspektiven drücken könnten. Da ist es wichtig, dass die Unternehmen zumindest bis zum Ende des jetzt berichteten zweiten Quartals überzeugen, in dem diese Elemente nicht oder kaum spürbar waren und zugleich ein wieder nachgebender Euro die Exportperspektiven wieder aufhellte. Wem das nicht vollumfänglich gelang, kam „unter den Hammer“. Viele Quartalsbilanzen stehen nicht mehr aus, so dass man den Gedanken hegen könnte, dass sich der Druck daher in Kürze wieder erledigt hat. Aber das könnte ein Trugschluss sein, denn:

Expertenmeinung: Die positiven und negativen Reaktionen auf die Bilanzdaten haben ja trotz ihrer Vehemenz perspektivischen Charakter, blicken nach vorne, sortieren aus, wer sich nach Ansicht der Investoren in schwierigerem Fahrwasser wohl wird behaupten können und wer nicht. So gesehen können diese Impulse allemal über eine kurzfristige Reaktion hinausgehen. Was dem MDAX, dem Index selbst, den Weg nach oben erschwert, denn die Reaktionen auf die Quartalsergebnisse waren mehrheitlich negativ. Und mit dem gestrigen Handelstag wird es nur noch kniffliger, hier doch noch einen Ausbruch nach oben zu erreichen.

Denn der MDAX begann den Tag im Plus, drehte dann aber ausgerechnet genau am nächstliegenden Widerstand in Form der 20-Tage-Linie nach unten ab und schloss im Minus. Ein Intraday-Turnaround nach unten, der zugleich zu einem Warnsignal in Form eines „bearish engulfing pattern“ im Candlestick-Chart führte. Wirklich „frei“ wäre der MDAX auf der Oberseite aufgrund der zahlreichen über dem aktuellen Niveau liegenden Zwischenhochs erst, wenn es gelingt, das bisherige Rekordhoch bei 27.525 Punkten zu überwinden. Und bis dorthin ist der Weg deutlich weiter als bis zur nächsten Supportmarke in Form der 200-Tage-Linie bei 26.343 Zählern.

Da der Trendfolgeindikator MACD jetzt bereits ein Verkaufssignal generiert hat, ist der Druck, dem sich die Bullen gegenübersehen, nicht zu unterschätzen. Sollte der Index im Wochenverlauf nach unten Fahrt aufnehmen, dürften die Bären daher schnell mutiger werden. Die Möglichkeit, dass es gelingt, die 200-Tage-Linie mit erstem Ziel im Bereich 25.400 Punkte zu brechen, ist derzeit durchaus greifbar.

Chart vom 14.08.2018, Kurs 26.591,81 Punkte, Kürzel MDAX

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