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K+S: Was für eine Geschichte – hier muss man jetzt genau hinsehen!

Seit einer Woche kommt man hinsichtlich der Aktie des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S (ehemals Kali & Salz) aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Aber nicht des Unternehmens wegen, im Gegenteil. Dort bewies man Vernunft; bei denen, die seit Freitag wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen mal ein- und dann wieder aussteigen, kann man das eher nicht behaupten. Die Geschichte begann am Donnerstagabend mit der Mitteilung von K+S, dass man für das Jahr 2018 derzeit mit einem EBITDA (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) zwischen 660 und 740 Millionen Euro rechnet. Was am Freitag zu einem Kursrutsch führte, obwohl diese Zielspanne deutlich über den im Vorjahr verdienten 577 Millionen Euro lag.

Wieso? Weil die Analysten im Durschnitt von 800 Millionen ausgegangen waren. Das bemerkenswerte ist: Dafür kann K+S nun wirklich nichts, denn dort hatte man in der bisherigen Perspektive für das Jahr 2018 immer nur erklärt, dass man das EBITDA „deutlich steigern“ wolle. Weil die Analysten daraufhin ein derart hohen Anstieg schätzten, wurde es K+S offenbar im Sinne der Anleger mulmig, so dass vergangenen Donnerstag diese Klarstellung erfolgte. Woraufhin die Aktie einbrach. Aber damit war es ja noch nicht vorbei:

Expertenmeinung: Nachdem K+S am gestrigen Dienstag dann die Bilanz des zweiten Quartals vorlegte, sackte die Aktie schon wieder durch. Und dieses Minus von 4,66 Prozent führte den Kurs in etwa dorthin zurück, wo die K+S am vergangenen Freitag begann, sich von noch heftigeren Verlusten zu erholen, wie dieser Chart auf Wochenbasis zeigt. Halten wir fest: Da kauften einige in diese massiv gefallenen Kurse hinein am Freitag. Warum, wenn nicht, weil sie den Abschlag nur aufgrund des Zurechtrückens überzogener Erwartungen übertrieben fanden. Aber dann fällt die Aktie nur zwei Handelstage später wieder in den Bereich der Freitags-Tiefs zurück, obgleich da mit der Bilanz nur das bestätigt wurde, was K+S zuvor mitteilte: Dass man in der Tat deutlich mehr verdienen wird, nur eben nicht so viel, wie die Analysten sich das gedacht hatten. Damit hat die Aktie charttechnisch zwar erst einmal ein klar bärisches Signal generiert, weil sie aus diesem großen Dreieck, das Sie im Chart sehen, nach unten ausgebrochen ist, nachdem sie die untere Begrenzung des Dreiecke am vergangenen Freitag noch hatte halten können.

Aber Obacht, wir reden hier nur von einer Momentaufnahme! Erst, wenn K+S auch übermorgen, am Freitag zum Handelsende, unter diesem Dreieck notieren würde, wäre dieses bärische Signal auf Wochenbasis wirklich generiert. Und wenn sich die Anleger daran erinnern, dass die Aktie derzeit etwa auf demselben Niveau notiert wie vor einem Jahr, jetzt aber deutlich mehr Gewinn dahinter steht, ist es noch lange nicht in Stein gemeißelt, dass der Kurs am Freitagabend wirklich unter dieser bei 21 Euro verlaufenden Linie aus dem Handel geht. Schafft es die Aktie nach der vergangenen Woche auch diesmal, dieses Dreieck zum Wochenschluss zu verteidigen, wäre das für risikofreudige Naturen eine interessante Basis, sich die Aktie hinsichtlich eines kleinen Long-Trades ganz genau anzusehen.

Chart vom 14.08.2018, Kurs 20,02 Euro, Kürzel SDF

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