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Ceconomy: An der allerletzten Unterstützung

Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs der Ceconomy-Aktie, dem „Spinoff“ des METRO-Konzerns, bestehend aus Media Markt und Saturn, bereits halbiert. Und viel würde den Bären aus charttechnischer Sicht nicht mehr im Wege stehen, um diesen Abstieg fortzusetzen. Denn diese Aktie, die kurioserweise die Kurshistorie der alten METRO-Aktie übernommen hat, während die „neue“ METRO ihre Kurshistorie erst mit der Trennung der beiden Unternehmen im Vorjahr begann, ist ganz unten angekommen.

Unser Chart bildet die Aktie auf Wochenbasis ab und zeigt als letzte grün gefärbte Unterstützungslinie das Tief des Jahres 2012 bei 6,20 Euro an. Tiefer notierte die Aktie noch nie. Im Tagestief war Ceconomy bereits bis auf 6,23 Euro durchgesackt, Sie schloss mit 6,33 Euro zwar immerhin zehn Cent höher, aber dennoch gegenüber Montag gut neun Prozent im Minus. Und der Anlass für diesen Abgabedruck dürfte den bärischen Tradern Zuversicht geben, auch diese allerletzte Unterstützung brechen zu können, weil sich zu wenige Akteure finden könnten, um das jetzt erreichte Niveau zu verteidigen. Denn es war die am Dienstagmorgen vor Handelsbeginn vorgelegte Quartalsbilanz, die diesen neuerlichen Abstieg auslöste.

Expertenmeinung: Ceconomy leidet seit Januar unter geplatzten Hoffnungen. Im Januar wurde bekannt, dass das für das Unternehmen wegen des Weihnachtsgeschäfts mit Abstand wichtigste vierte Kalenderquartal (für Ceconomy das erste Quartal, da das Geschäftsjahr hier jeweils am 30. September endet) eine Bauchlandung wurde. Man hatte sich bei Lagerhaltung und Rabatten verkalkuliert. Im Zuge der gestern präsentierten Zahlen wies Ceconomy darauf hin, dass sich dieser Fehler nicht wiederholen werde. Und man hob hervor, dass die zehn Prozent, mit denen Ceconomy an der METRO beteiligt ist, dafür verantwortlich sei, dass das Nettoergebnis des zurückliegenden Quartals mit -104 Millionen Euro im Verlust endete.

Diese Beteiligung werde überprüft, hieß es. Aber auch ohne diesen Aspekt war das Ergebnis enttäuschend, weil der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal nicht stieg, sondern sogar leicht zurückging (4,6 nach 4,63 Milliarden Euro). Die großen Erwartungen, die man noch im Herbst 2017 an diese Aufteilung der METRO in zwei Unternehmen hatte, die ja gedacht war, um beide Teile schlagkräftiger zu machen, sind geplatzt. Daher macht sich das Bären-Lager nicht zu Unrecht Hoffnung, dass die Ceconomy-Aktie, die mit dem gestrigen, heftigen Abverkauf gleich durch mehrere langfristig relevante Unterstützungen fiel, auch noch diese allerletzte Linie bei 6,20 Euro bricht.

Chart vom 14.08.2018, Kurs 6,33 Euro, Kürzel MEO

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