Börsenblick

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TecDAX: Zu viel Gelassenheit kann gefährlich werden

Während die großen europäischen Standard-Indizes ins Wanken geraten und weit von ihren Jahreshochs entfernt notieren, hätte es der TecDAX bis zu seinem Jahres-Verlaufshoch von 2.971 Punkten, das er am 27. Juli erreicht hatte, nicht weit: Etwas mehr als ein Prozent fehlen da nur, dann wäre er „durch“. Wobei man einschränkend hervorheben sollte: Dieses Hoch Ende Juli hatte das vorherige, im Juni bei 2.950 Punkten markiert, nur knapp geschlagen – und danach drehte der Index sofort wieder ab, hatte also eine Bullenfalle produziert.

Um einen signifikanten Ausbruch nach oben unterstellen zu können, müsste also mehr kommen, als nur ein knappes Überbieten der bisherigen Bestmarke. Ein Schlusskurs über der runden Marke von 3.000 Zählern wäre da schon zu fordern. Aber wäre der TecDAX dann auf sicherem, bullischem Terrain unterwegs? Das ist fraglich, denn auch, wenn es der „große Bruder“, der US-Technologieindex Nasdaq 100, vormacht und ebenso unmittelbar unter seinen Hochs notiert: Der ist kein allzu gutes Argument. Denn auch der Nasdaq 100 wandelt auf äußerst dünnem Eis. Grund:

Expertenmeinung: Derzeit ist die Meinung weit verbreitet, dass die Unternehmen der Technologiebranchen weder durch eine Eskalation des Handelskrieges noch durch ein durch die Türkei in den Sog gerissenes Europa oder Konfliktherde wie Iran und Nordkorea nennenswerte Probleme bekommen würden. Klassische Industriebranchen ja, die Technologieunternehmen nicht. Aber diese Behauptung hält keiner Überprüfung stand, es ist eben einfach nur eine „Meinung“, die sich durch die Käufe derer, die sie vertreten, vorerst selbst stützt.

Was den Bullen in die Karten spielen könnte ist der Umstand, dass die meisten Quartalsbilanzen der TecDAX-Unternehmen bereits auf dem Tisch liegen, so dass es bis Ende Oktober/Anfang November dauern würde, bis in den nächsten Zahlenwerken offenbar werden könnte, dass man da ein wenig zu gelassen agiert hat. Bis dahin könnte der TecDAX steigen, so die Überlegung. Aber das dachte man im Juni auch – und bekam wider Erwarten eine heftige Korrektur serviert. Hier nicht zu locker, sondern vielmehr höchst wachsam bullisch zu sein, wäre angebracht. Noch ist der Befreiungsschlag nach oben nicht gelungen.

Noch schleicht sich der Index an seiner 20-Tage-Linie entlang. Und der Trendfolgeindikator MACD hat bereits seine Signallinie knapp unterboten. Wenn die Bullen jetzt etwas „reißen“ wollen, muss der Ausbruch bald und mit Schlusskursen über 3.000 Punkten eindeutig erfolgen. Zieht sich das zu lange hin oder würde der TecDAX schnell zurückgeworfen, wäre ein Abrutschen unter das Anfang August markierte Zwischentief von 2.866 Punkten ein Signal, um sich erst einmal zurückzuziehen, sich ggf. sogar einen kleinen Short-Trade zu überlegen.

TDX_2018_08_14

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