Börsenblick

Zurück September Weiter
Zurück 2018 Weiter

MTU Aero Engines: Wenn dieses Triebwerk heiß läuft …

Über mangelnde Dynamik können sich die Aktionäre des Flugzeug-Triebwerkherstellers MTU Aero Engines nicht beklagen; weder, was die Umsatz- und Gewinnentwicklung angeht noch den Aktienkurs. Am 26. Juli meldete MTU für das zweite Quartal Umsätze und Gewinne, die ebenso solide über den Vorjahresergebnissen lagen wie über den Analystenerwartungen. Und das ist nicht erst seit Kurzem so. Seit vielen Jahren beeindruckt MTU Aero Engines mit stetig gesteigerten Ergebnissen.

Basis dieser hervorragenden Entwicklung ist der Boom der Flugzeugbauer. MTU zählt zahlreiche renommierte Hersteller zu seinen Kunden. Und von deren steigenden Umsätzen profitiert MTU als Zulieferer. Es könnte also immer so weitergehen. Aber es gibt einen Aspekt, der zumindest zur Wachsamkeit animiert: die Bewertung. Mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) von knapp 22 für die geschätzten 2018er-Gewinne ist die Bewertung zumindest im oberen Bereich dessen, was in den vergangenen Jahren zum Jahresende im Vergleich zu den im entsprechenden Jahr erreichten Gewinnen üblich war. Würde die Aktie jetzt bis zum Jahresende nicht weiter steigen, wäre sie relativ stattlich bewertet, aber nicht brisant teuer. Nur:

Expertenmeinung: Wer hofft darauf, dass eine Aktie sich über viele Monate nur auf dem aktuellen Niveau hält, wenn er über den Einstieg nachdenkt? Hinzu kommt, dass auch die Bewertungen der großen Flugzeugbauer wie Airbus und Boeing sukzessive steigen, was darauf zurückzuführen ist, dass dieser jahrelange Boom bei den Flugzeugen viele dazu verleitet, diese Entwicklung mit dem Lineal in die Zukunft fortzuschreiben. So lief es in egal welcher Branche aber noch nie – und so wird es auch weder bei den Flugzeugbauern noch ihren Zulieferern wie MTU Aero Engines laufen.

Daher wäre es unbedingt zu überlegen, hier auf diesem Niveau nur in Rücksetzer hinein, die dann wieder in steigende Notierungen übergehen, über Einstieg oder Zukauf nachzudenken … und bei kurzfristig überkauften Situationen, wie wir sie aktuell nach dem kräftigen Satz sehen, den die Aktie als Reaktion auf die Quartalsbilanz vollzogen hat, auch mal an Gewinnmitnahmen zu denken. Der Wochenchart zeigt, dass MTU Aero Engines mit diesen Ergebnissen aus einem mittelfristigen Aufwärtstrendkanal nach oben ausgebrochen ist, die beiden Wochen danach aber nur noch zwei Dojis zustande brachte, d.h. der Schwung ist erst einmal dahin.

Sollte die Aktie die derzeit um 172 Euro verlaufende obere Begrenzung des Trendkanals im Zuge eines Rücksetzers erfolgreich testen, wäre das eine interessante Chance, hier mit engem Stop Loss Long aktiv zu werden oder zuzukaufen, im Augenblick aber scheint die Aktie erst einmal das Gros ihres kurzfristigen Potenzials ausgelotet zu haben.

MTX_2018_08_14

Auch interessant:

"Ein harter Brexit ist nicht ausgeschlossen." Interview mit Robert Halver | LYNX fragt nach
DAX - Trendwende oder Strohfeuer? | LYNX Marktkommentar
Smart Beta ETFs im Fokus: Wie lege ich mein Geld an? Interview mit Markus Kaiser | LYNX fragt nach
Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN