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Gold: Noch weitere 70 US-Dollar Luft nach unten?

Man könnte denken, dass Gold angesichts der zunehmenden Krisenherde, die das weltweite Wachstum infrage stellen, ganz oben auf der Kaufliste der Investoren stünde. Aber davon abgesehen, dass hier, wie bei anderen Rohstoffen auch, auf kurzfristiger Ebene keine zwingende Korrelation zwischen faktischer Nachfrage nach dem Edelmetall und dem Kurs an der Börse bestehen muss, weil Trader die Tendenz deutlich stärker bestimmen als die Nachfrage nach körperlichem Gold, ist ein stetiger Abwärtstrend ein gutes Argument, um die Bullen vom Gold fernzuhalten.

Und der ist seit vier Monaten so dynamisch, wie er intensiver nicht sein könnte. Die relativ enge Korrelation zwischen Euro/US-Dollar und dem Goldpreis tut ein Übriges, um gar nicht erst den Gedanken aufkommen zu lassen, Gold könnte seinem alten Ruf, in kritischen Phasen ein „sicherer Hafen“ zu sein, gerecht werden.

Natürlich sollte man, wenn man hier auf der Short-Seite aktiv ist, immer im Hinterkopf haben, dass Gegenreaktionen gerade dann abrupt auftreten und schnell und weitreichend sein können, wenn sich zu viele in einem der beiden Lager tummeln und sich ihrer Sache zu sicher sind. Aber:

Expertenmeinung: Dazu bedarf es normalerweise entweder eines charttechnischen Auslösers in Form einer verteidigten, wichtigen Unterstützung oder eines Impulses auf der Nachrichtenseite. Letzteres müsste schon ein recht großes Kaliber sein, denn die Marktteilnehmer mussten anhand dieser so stetig ablaufenden Gold-Baisse feststellen, dass die bisherigen „bad news“ jedweder Art nicht ausreichten, um den Bann der Bären zu brechen.

Und was die Charttechnik angeht, wäre heute wohl die letzte Chance für die verbliebenen Bullen, das Ruder womöglich noch herumzureißen. Denn Gold fiel, wie dieser Chart auf Wochenbasis zeigt, am Montag mit Schwung durch die in den vergangenen zwei Wochen noch verteidigte Unterstützungszone 1.196/1.205 US-Dollar. Per Montagabend ist der Bruch dieser Zone noch nicht signifikant, das macht diese kleine Chance aus, den Kurs umgehend wieder über diese Auffangzone zu tragen.

Aber sollte Gold in den kommenden Tagen weiter an Boden verlieren und zum Wochenschluss nicht zumindest sehr nahe an dieser Zone 1.196/1.205 US-Dollar verharren, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass der Kurs sich aufmacht, die nächste größere Unterstützungsmarke in Form des markanten Wendepunkts vom Dezember 2016 bei 1.123 US-Dollar anzusteuern, hoch. Und immerhin winkt mit einem Abwärtspotenzial von weiteren 70 US-Dollar ein „Lohn“, der das Bären-Lager dazu animieren wird, die Käufer wenn irgend möglich von einem Rebreak über den Bereich 1.196/1.205 US-Dollar abzuhalten.

XAUUSD_2018_08_14

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