Börsenblick

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Commerzbank: Den Bullen gehen die Argumente aus

Die mit Spannung erwartete Quartalsbilanz der Commerzbank, die am Dienstag letzter Woche auf den Tisch kam, fiel herzlich wenig inspirierend aus. Da waren die hier Long investierten Marktteilnehmer wohl froh, mit einem nur kleinen Minus davonzukommen. Die Perspektive einer Zinswende in Europa, die den Banken wieder taugliche Gewinnspannen ermöglichen würde, war zuletzt von der EZB erneut vage gehalten worden. Kurzfristig wäre darauf nicht zu hoffen.

Und jetzt geht auch noch die Angst vor einer neuen Eurokrise um, ausgelöst durch die schnell instabiler werdende wirtschaftliche Lage in der Türkei. Wobei die Banken auch als Gläubiger und Besitzer türkischer Anleihen betroffen sind. Da taucht die Commerzbank zwar nicht allzu weit oben auf der Liste auf, aber in solchen Situationen, in denen die Branche ohnehin nicht gerade begeisternde Perspektiven zeigt und der Gesamtmarkt immer nervöser wird, fackelt man nicht lange und schert die ganze Branche über einen Kamm.

Ob beim DAX oder beim Euro Stoxx 50, die Banken belegten am Freitag Spitzenplätze in den langen Verliererlisten. Und sieht man sich den Chart der Commerzbank-Aktie an, müssten sich die Bullen in dieser Woche schon sehr strecken, um zu erreichen, dass das Minus des Freitags eine Eintagsfliege bliebe, denn:

Expertenmeinung: Das Chartbild ist ernüchternd … bzw. verheißungsvoll, sofern man bärisch ist. Ende Juli hatte es die Aktie noch knapp über die Januar-Abwärtstrendlinie hinaus geschafft, eine Wende schien greifbar nahe. Aber statt Anschlusskäufen tauchten Verkäufe auf. Die Commerzbank-Aktie fiel umgehend kraftlos unter den Januar-Abwärtstrend zurück, hielt sich aber wenigstens in Schlagdistanz zu dieser Linie. Ein erneuter und dann nachhaltigerer Ausbruch wäre jederzeit denkbar gewesen – bis zum Freitag.

Da durchbrach der Kurs die 20-Tage-Linie, die der Aktie bis dahin noch etwas Halt gegeben hatte. Damit wäre der Weg an das bisherige Jahrestief bei 7,92 Euro aus charttechnischer Sicht frei. Und nur sehr optimistische Naturen würden in dieser Gesamtsituation darauf wetten, dass sich mit diesem Rücksetzer nur eine hängende rechte Schulter einer umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Trendwende ausbildet und die Aktie somit nur Anlauf nimmt, statt ihren Weg nach unten fortzusetzen, denn den Bullen gehen hier mehr und mehr die Kaufargumente aus.

Chart vom 10.08.2018, Kurs 8,45 Euro, Kürzel CBK

 

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