Börsenblick

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Aixtron: Erneuter Belastungstest für einen dünnen Boden?

Wachsende Zweifel in einem zunehmend nervöseren Umfeld, kombiniert mit einer Unterstützungszone, für die ein erneuter Test womöglich einer zu viel sein würde: Das sind nicht gerade Perspektiven, die dazu einladen, das kräftige Minus von gut 6,4 Prozent, das die Aktie des vor allem die Chipindustrie beliefernden Anlagenbauers Aixtron am Freitag aufs Parkett legte, zum Wochenstart entschlossen aufzuholen. Zumal der Eindruck einer gut ausgefallenen Quartalsbilanz, die nach anfänglichen Käufen in Abgaben mündete, noch frisch ist. Am 26. Juli hatte Aixtron die Bilanz zum zweiten Quartal vorgelegt.

Die durchschnittliche Prognose des Umsatzes wurde zwar leicht verfehlt. Dafür lag aber der Gewinn knapp über den Erwartungen. Und das Unternehmen hob die Prognose für den Auftragseingang ebenso wie für den Gewinn und die Marge leicht an. Man hätte guter Dinge sein können, dass damit der Weg des Unternehmens in wieder nachhaltig schwarze Zahlen geebnet wäre. Aber dieses Ergebnis war vielen dennoch mager genug, um eine im Juli vorangegangene Rallye von immerhin 30 Prozent als ausreichend anzusehen, um den Gewinn mitzunehmen. Das ist ein Szenario, in dem potenzielle Käufer sich den Einstieg zweimal überlegen. Und in solchen Situationen ist es höchst unpassend, wenn dann auch noch der Gesamtmarkt zu wanken beginnt.

Expertenmeinung: Die Kombination aus zunehmender Furcht vor einem Szenario schrumpfenden Wachstums, womöglich sogar einer rezessiven Tendenz und der vorher schon unerfreulichen charttechnischen Konstellation kürten die Aixtron-Aktie am Freitag zum Tagesverlierer im TecDAX. Der Versuch, sich über die beiden Abwärtstrendlinien, deren zweiter Punkt das Hoch des 26. Juli ist, dem Tag der Quartalsbilanz, Anfang des Monats hinaus zu retten, war fehlgeschlagen. Dass Aixtron mit diesem Abverkauf am Bilanz-Tag auch noch an der 200-Tage-Linie abgeprallt war, kam noch als Klotz am Bein der Bullen hinzu.

Mit dem markanten Minus des Freitags fiel jetzt auch noch das Zwischentief von Ende April bei einem zeitgleichen Verkaufssignal des im Chart unten eingeblendeten Trendfolge-Indikators MACD. Damit ist der Weg bis in die seit vergangenen Herbst mehrfach angesteuerte Auffangzone zwischen 9,69 und 10,68 Euro frei. Ein Boden, der bereits mehrfach halten musste und, Anfang Juli aber mehr schlecht als recht, bislang auch hielt. Aber wenn die Marktteilnehmer den Eindruck gewinnen, dass die zunehmende handelspolitische Eiszeit auch die Perspektiven der Chipindustrie abkühlen wird, werden es Zulieferunternehmen wie Aixtron, die dann sofort massiven Margendruck verspüren würden, schwer haben, auf derart dünnen Böden festen Halt zu finden.

Chart vom 10.08.2018, Kurs 11,35 Euro, Kürzel AIXA

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