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Walmart: Der Boden ist bereitet, was fehlt, ist der Ausbruch

In einer Woche steht das Ergebnis des zweiten Quartals für die Einzelhandelskette Walmart an. Die Zahlen kommen später als beim Gros der US-Unternehmen, weil Walmarts Geschäftsjahr bis zum 31. Januar läuft. Erwartet wird, was Walmart bereits für das erste Quartal vorweisen konnte: moderate Zugewinne bei Umsatz und Gewinn. Dass der Kursverlauf seit Januar aussieht, als würde man nicht mit Wachstum, sondern erheblichen Problemen rechnen bzw. diese bereits aufgetreten sein, liegt daran, dass vorher weitaus höhere Erwartungen jäh auf ein deutlich niedrigeres Niveau zurechtgestutzt wurden, als man zur Kenntnis nehmen musste, dass das Wachstum im Online-Handel doch nicht so groß ist wie vermutet.

Im Herbst war die Walmart-Aktie rasant gestiegen, weil das Unternehmen selbst sich zu den großen Erfolgen beim Versuch, sich trotz der starken Konkurrenz noch einen guten Platz im Online-Handel zu erobern, auf die Schulter klopfte. Aber diese Erfolgsmeldungen wichen bei der Präsentationen der Ergebnisse des Winterquartals, die Mitte Februar anstand, der Erkenntnis: Es geht voran … aber deutlich weniger schnell als erhofft. Aber ist das auch jetzt noch ein Klotz am Bein für die Aktie?

Expertenmeinung: Eher nicht, wenn die restlichen Bereiche laufen und die Analystenprognosen erfüllt werden. Denn man kann es im Chart schwerlich übersehen: Für diesen Ausflug in zu große Erwartungen hat die Aktie definitiv gebüßt: Vom Rekordhoch bei 110 US-Dollar ging es im Tief auf 82 US-Dollar nach unten. Eine Korrektur von 25 Prozent. Heftig, aber dem Grad der Enttäuschung angemessen. Seit März bereits bildet sich bei der Aktie ein flacher Boden aus, ein sogenannter „rounding bottom“, deutsch meist als „Untertasse“ bezeichnet.

Was noch fehlt, ist die Vollendung der Bodenbildung, indem der Kurs die Nackenlinie dieses Bodens überwindet. Die liegt im Bereich 89,60/90,50 US-Dollar. Knapp darüber, bei aktuell 91,21 US-Dollar, verläuft die 200-Tage-Linie. Überwindet die Walmart-Aktie beide Hürden, wäre die Wende geschafft. Vor der Quartalsbilanz wäre das zwar ein Ausbruch „auf Abruf“. Aber wahrscheinlicher wäre ohnehin, dass man eine solche Entscheidung bis zur Quartalsbilanz am 16. August aufschiebt. Passen die Zahlen, kann die Wende gelingen und die Aktie mit einem soliden Kaufsignal glänzen.

Chart vom 08.08.2018, Kurs 90,05 US-Dollar, Kürzel WMT

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