Börsenblick

Zurück August Weiter
Zurück 2018 Weiter

Gold: Die Bären bleiben dominant – geht es jetzt bis 1.123 US-Dollar?

Sie hatten ihre Chance. Und sie ließen sie liegen: Als sich Ende Juli knapp unterhalb des Dezember-Tiefs bei 1.236 US-Dollar der Abgabedruck erschöpfte, sah es so aus, als könnte dieser Widerstand schnell zurückerobert werden, vielleicht sogar die 200-Tage-Linie bei knapp 1.300 US-Dollar wieder in Reichweite gelangen. Immerhin war die Gemengelage weiterhin kritisch: Die US-Notenbank erhöht die Leitzinsen stur weiter, obgleich sie erkennen müsste, dass das US-Wachstum zu sehr auf künstlichem Einfluss basiert, um allzu hohe Leitzinsen aushalten zu können.

Hoffnungen, die US-Regierung könnte bezüglich ihrer aggressiven Handelspolitik auf einen moderateren Kurs einschwenken, zerschlugen sich. Und da weiter steigende Zinsen fallende Anleihekurse bedeuten und die Aktienmärkte unter dem Damoklesschwert der US-Politik wandeln, wäre ein Aufwärtsimpuls bei Gold nicht nur charttechnisch greifbar, sondern auch bezüglich der Rahmenbedingungen naheliegend gewesen. Aber es wollte niemand so recht zugreifen.

Der stete Abwärtstrend, den Gold in den Wochen zuvor, auch bei wackelnden Aktienmärkten, erlebte, hatte das Lager potenzieller Bullen offenbar spürbar ausgedünnt. Die Chance wurde vergeben – und die Verkäufe gingen folgerichtig weiter. Der Chart auf Wochenbasis zeigt, dass der Bruch der Ende Juli zunächst nur knapp unterbotenen, von Ende 2015 stammenden Aufwärtstrendlinie dadurch ebenso zementiert wurde wie der Bruch des markanten Zwischentiefs bei 1.236 US-Dollar. Und so geht die Reise für die Bären erst einmal weiter. Wie weit?

Kursziele zu fixieren ist immer so eine Sache, denn auch, wenn sie aus charttechnischer Sicht Ziele sind, müssen sie deshalb nicht erreicht werden oder der Kurs gar dort aufsetzen und drehen. Aber sie sind, wenn sie so auffällig sind wie beim Gold, Punkte, anhand denen die Trader festmachen, ob es noch lohnen könnte, neue Positionen einzugehen oder bestehende zu verstärken. Und das wäre durchaus der Fall.

Chart vom 07.08.2018, Kurs 1.210,05 US-Dollar, Kürzel XAUUSD

Eine leichte Supportzone hätte Gold jetzt bereits erreicht: Die Zwischentiefs vom März und Juli 2017 bei 1.195 bzw. 1.205 US-Dollar. Da könnte der Kurs drehen. Aber die weit markantere, ins Auge fallende Wendemarke wäre das Tief vom Dezember 2016 bei 1.123 US-Dollar. Es ist gut möglich, dass nicht wenige bärische Akteure sich das Erreichen dieser Marke auf den Schild geschrieben haben. Das ist zwar, wie gesagt, kein Grund, fest davon auszugehen, dass Gold wirklich bis dort durchgereicht wird. Aber es ist Grund genug, derzeit an Long-Trades nicht einmal zu denken. Zumindest so lange noch nicht, bis der kurzfristige Leitstrahl der Abwärtsbewegung, die 20-Tage-Linie, überboten wäre. Sie führt den Kurs, wie wir im Tageschart sehen, seit Wochen abwärts. Würde diese bei aktuell 1.226 US-Dollar verlaufende Linie ebenso zurückerobert wie die Widerstandslinie bei 1.236 US-Dollar, wäre eine interessante Basis für Long-Trades gegeben. Bis dahin aber werden die Bären das Feld wohl ohne große Gegenwehr dominieren.

Chart vom 07.08.2018, Kurs 1.210,05 US-Dollar, Kürzel XAUUSD

Auch interessant:

"Griechenland wurde kaputt gespart!" Interview mit Robert Halver | LYNX fragt nach
DAX: Können die Bullen die Talfahrt stoppen? | LYNX Marktkommentar
Sommerflaute an den Börsen – Nicht mit Optionen! Webinar 16.08.18 Claudia Jankewitz | LYNX
Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN