Börsenblick

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Euro Stoxx 50: Island-Reversal abgefangen?

Kriegen die Bullen beim europäischen Leitindex Euro Stoxx 50 doch noch im letzten Moment die Kurve? Siegen bullische Indikationen der Charttechnik über die Sorge vor den Folgen der aggressiven US-Handelspolitik, die sich bereits jetzt in den ersten Unternehmensbilanzen und Konjunkturdaten niederschlagen? Es wäre möglich, wenn es dem bullischen Lager gelingen würde, umgehen starke, klare Zeichen zu setzen, die unterstreichen: Wir lassen uns das Ruder nicht aus der Hand nehmen.

Um ein solches Signal zu generieren, würden dem Index kaum mehr als ein Prozent fehlen. Ein Prozent höher als das Dienstags-Closing, und er wäre gleich durch drei wichtige Widerstandslinien hindurch und hätte, kaum weniger wichtig, ein jetzt noch gültiges Island-Reversal, eine Insel-Umkehr im Chart, egalisiert. Dergleichen kommt zustande, wenn ein Kurs mit einem Gap, einer Kurslücke, nach oben eröffnet, sich dann eine Zeitlang über dieser Kurslücke hält, dann aber doch – und dies erneut mit einer Kurslücke, nur diesmal nach unten – wieder unter dieses erste Gap zurückfällt. So geschehen beim Euro Stoxx 50 am vergangenen Donnerstag. Und auch, wenn die „Insel“ nicht gerade mit großen Kurslücken versehen war: Zwischen der „Insel“ und dem vorher bzw. danach wieder geltenden Kursband lag die 200-Tage-Linie. Und das ist, aus Sicht der Bullen, ganz und gar nicht gut.

Expertenmeinung: Denn diesen wichtigen gleitenden Durchschnitt zurückzuerobern, dann aber keine Anschlusskäufe zu sehen und nur vier Handelstage später wieder darunter zu fallen, ist für potenzielle Käufer Grund genug, erst einmal die Finger wegzulassen. Dieses negative Signal müsste erst einmal verschwinden, indem der Index in einem zeitnahen zweiten Anlauf erneut über die 200-Tage-Linie laufen und dann auch darüber bleiben würde. Dran kam der Euro Stoxx 50 am Dienstag bereits, schloss sogar einen Hauch über dieser derzeit bei 3.502 Punkten verlaufenden Linie. Aber das nötige Zutrauen, dass ein zweiter Anlauf nachhaltiger gelingt als der erste, wäre erst gegeben, wenn er darüber hinaus die Januar-Abwärtstrendlinie bei 3.530 und das Zwischenhoch vom Juni bei 3.540 Punkten überbieten könnte.

Drei auf einen Streich … würde den Bullen das gelingen, wäre die Kuh – vorausgesetzt, es kommen nicht ausgerechnet dann fatale Nachrichten von der Handelskrieg-Front – erst einmal vom Eis, der Weg nach oben frei. Dass der Trendfolgeindikator MACD dann genau auf seiner Signallinie wieder nach oben drehen würde und der Euro Stoxx 50 sich jetzt auf Höhe der 20-Tage-Linie hat fangen können, sind gute Zeichen. Aber umsetzbar wäre dieses bullische Signal durch Schlusskurse klar über 3.540 Punkte eben erst, wenn es nicht mehr nur „gut möglich“, sondern Fakt ist!

Chart vom 07.08.2018, Kurs 3.504,37 Punkte, Kürzel SX5E

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