Börsenblick

Zurück August Weiter
Zurück 2018 Weiter

Deutsche Post: Einsicht und Umkehr?

Bis Ende 2017 war nahezu jeder überzeugt: Die Post macht alles richtig, kann und wird in einem schwierigen Umfeld Umsatz und Gewinn stetig und ansehnlich steigern … und folgerichtig muss man hier auf der Long-Seite dabei sein. Doch einer Phase des Wassertretens im Januar folgte eine Korrektur, die einfach nicht enden mochte – und sich dann wider Erwarten vieler Marktteilnehmer in einen Abwärtstrend verwandelte, der die „Aktie Gelb“ im Mai und Juni kräftig unter Druck setzte. Vor allem, als das Unternehmen im Juni völlig überraschend Probleme bei der Rentabilität meldete, die Prognosen kassierte und eine kostenintensive Restrukturierung im Schnellverfahren avisierte. Am Dienstag kam die erste Quartalsbilanz seit dieser am 8. Juni lancierten Umsatz- und Gewinnwarnung auf den Tisch. Und die Aktie beendete den Handelstag mit +3,79 Prozent als Tagessieger des DAX. Waren die Ergebnisse derart überzeugend? Hatte die Deutsche Post bei dieser Warnung vom Juni womöglich zu tief gestapelt?

Expertenmeinung: Letzteres weiß man noch gar nicht. Denn die eigentlichen Kosten für die Restrukturierung stehen erst im laufenden dritten sowie im vierten Quartal an. An der gesenkten Umsatz- und Gewinnprognose hielt man fest. Und bei leicht zum Vorjahresquartal gestiegenem Umsatz präsentierte sich der Gewinn, ob als EBIT oder netto gerechnet, unter dem Vergleichszeitraum 2017. Nicht gut. Was aber hat die Akteure dann zum Einstieg bewogen? Zum einen dürfte es die Offenheit gewesen sein, mit der der Vorstand das Problem angeht, indem z.B. der Chief Financial Officer erklärte, dass man sich bewusst sei, mit der Gewinnwarnung Vertrauen verspielt zu haben und es daher nötig sei, zu „liefern“. Zum anderen ist es die charttechnische Konstellation, die den Kursanstieg befeuert haben dürfte. Denn da sehen wir, zusätzlich zur Einsicht des Vorstands, die Umkehr des Kurses in Form einer umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Deren Nackenlinie bei 30,30 Euro wurde im Zuge der Käufe nach der Quartalsbilanz schwungvoll überboten. Und dass die Aktie die 20-Tage-Linie als Sprungbrett zu nutzen vermochte, dürfte den technisch orientierten Tradern nicht minder gefallen haben. Wenn sich die Post-Aktie über dieser Nackenlinie halten kann, wäre die nächste Widerstandszone erst wieder im Bereich zwischen 34,20 und 35,75 Euro zu finden. Aber da hier auf einmal wieder viele Vorschusslorbeeren verteilt werden, wäre es besser, im Fall von Long-Trades mit „Fallschirm“ unterwegs zu sein, indem man einen Stop Loss knapp unterhalb von 29 Euro einzieht.

Deutsche Post Aktie Chart 2018

Auch interessant:

"Griechenland wurde kaputt gespart!" Interview mit Robert Halver | LYNX fragt nach
DAX: Können die Bullen die Talfahrt stoppen? | LYNX Marktkommentar
Sommerflaute an den Börsen – Nicht mit Optionen! Webinar 16.08.18 Claudia Jankewitz | LYNX
Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN