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Henry Schein: Ein „inverted umbrella“ zur falschen Zeit

Der US-amerikanische Medizintechnik-Händler Henry Schein legte am Montag vor US-Handelsbeginn sein Ergebnis für das zweite Quartal vor. Und es stieß ins selbe Horn wie die Zahlen zum ersten Quartal: Die Prognosen der Analysten in Bezug auf Umsatz und Gewinn wurden auch diesmal übertroffen. Aber ebenso wie hinsichtlich des ersten Quartals jeweils nur ein wenig.

Eine echte Überraschung waren die 1,04 US-Dollar Gewinn pro Aktie und die 3,33 Milliarden US-Dollar Umsatz nicht. Trotzdem, die an der Nasdaq gelistete Aktie beendete den Tag recht weit oben auf der Gewinnerliste, legte gut 2,4 Prozent zu. Gut? Sicher. Aber gut genug, um weiter zuzulegen? Das ist zumindest fraglich, denn dieser Kursgewinn ging mit einem Warnsignal im Candlestick-Chart einher:

Expertenmeinung: Es entstand ein sogenannter „inverted umbrella“, also ein auf dem Kopf stehender Regenschirm. Diese bildhafte Bezeichnung steht für einen Doji mit einem langen oberen und einem kleinen unteren Docht. Das alleine ist schon ein Warnsignal. Denn es bedeutet: Eröffnungs- und Schlusskurs lagen fast auf derselben Höhe. Die Bullen konnten also über den Eröffnungslevel hinaus keinen weiteren Boden gutmachen. Der lange obere Docht zeigt dabei, dass es zeitweise sehr wohl weit höhere Gewinne gab, die aber Gewinnmitnahmen oder gezielten Leerverkäufen der Bären zum Opfer fielen.

Das deutet die Möglichkeit an, dass die Käuferseite dabei ist, das Ruder aus der Hand zu geben. Dass ein solches Kursverhalten zum einen die unmittelbare Reaktion auf grundsätzlich ja positive Quartalszahlen ist und zum anderen dadurch der Break über den markanten Widerstand in Form des Januar-Hochs erfolgte und trotzdem in die gestiegenen Kurse hinein verkauft wurde, relativiert dieses Plus. Spätestens, wenn die Henry Schein-Aktie unter76,80 US-Dollar und damit wieder unter der 20-Tage-Linie schließen sollte, wäre dieser Ausbruch zur Bullenfalle geworden.

Chart vom 06.08.2018, Kurs 82,17 US-Dollar, Kürzel HSIC

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