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Euro/US-Dollar: Die „Fed“ bleibt konsequent – wird das die Wende?

Seitdem die US-Notenbank in ihrem Statement am Mittwochabend von „starkem“ Wachstum schrieb, steigt der US-Dollar, der Euro/US-Dollar-Kurs fällt dadurch. Die Akteure gewannen den Eindruck, dass die „Fed“ konsequent bei ihrer Linie bleiben wird: Eine Inflation um bzw. knapp über zwei Prozent in Verbindung mit einer niedrigen Arbeitslosenrate erfordert steigende Leitzinsen. Und das zieht den US-Dollar sukzessive höher und drückt Euro/US-Dollar in einen Bereich, dessen Unterschreiten eine langfristige Trendwende nach unten aus charttechnischer Sicht zementieren würde.

Dass der US-Präsident sich kritisch zum Anstieg der Leitzinsen äußerte, besorgt die Trader nicht, denn würde er ernstlich versuchen, auf die US-Notenbank Einfluss zu nehmen wie es derzeit der türkische Staatschef Erdogan tut, würden Politik, Wirtschaft und Investoren ihn schon schnell auf den Boden der Tatsachen zurückbringen. Und dass die Zahl neu geschaffener US-Arbeitsplätze im Juli deutlich unter den Prognosen lag, bremste den Abstieg der Euro/US-Dollar-Relation ebenso wenig, weil die Zahl neuer Jobs im Juni zeitgleich so deutlich nach oben korrigiert wurde, dass der Zweimonatssaldo dann eben doch im Rahmen der Prognose lag.

Drei bis vier Zinserhöhungen um je ein Viertelprozent erwarten die Volkswirte noch von der US-Notenbank, verteilt auf eine Zeitspanne bis Juni 2019. Danach dürfte es damit wohl vorbei sein, weil dann der Effekt der Steuerreform spürbar nachlassen sollte und daher mit geringerem Preisdruck gerechnet wird. Aber da die Leitzinsen in Europa auch im Sommer 2019 keine Perspektive haben, wirklich nennenswert höher zu stehen als heute, wäre das eine dem US-Dollar höchst förderliche, deutliche Zinsdifferenz zu Gunsten der USA.

Chart vom 03.08.2018, Kurs 1,1565 US-Dollar, Kürzel EUR.USD

So gesehen wäre die Chance da, den Kurs wieder in die Richtung der Tiefs vom Januar 2017 zu treiben, als mit 1,0340 US-Dollar ein vieljähriges Tief markiert wurde. Ob es wirklich bis dort hinunter geht, ist offen und zumindest fraglich. Aber sollte Euro/US-Dollar jetzt unter das bisherige Jahres-Verlaufstief von 1,1510 US-Dollar rutschen, wäre der Weg dorthin grundsätzlich geebnet. Sie sehen im Chart auf Wochenbasis, dass dadurch dann eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation vollendet wäre. Dass die rechte Schulter deutlich kleiner ist als die linke, mindert deren Relevanz nicht. Zugleich wäre dadurch, wie der Chart auf Tagesbasis zeigt, ein absteigendes Dreieck nach unten verlassen. Das nächste kurzfristige Kursziel wäre dann der Peak, den Euro/US-Dollar in der US-Wahlnacht im November 2016 bei 1,1299 erreicht hätte. Der Kurs ist unmittelbar an dieser entscheidenden Linie dran, diese Woche könnte also bereits eine Entscheidung bringen!

Chart vom 03.08.2018, Kurs 1,1565 US-Dollar, Kürzel EUR.USD

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