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DAX: Steht jetzt wirklich ein größerer Abwärtsschub an?

Die Monate August und September sind statistisch gesehen prädestiniert, um Ärger zu machen. Oft ging es in den vergangenen Jahrzehnten ausgerechnet in dieser Zeit kräftig bergab, erst Ende September wäre dann, sagt die Statistik, wieder eine gute Zeit, um sich auf der Long-Seite zu engagieren. Und grundsätzlich wären die Rahmenbedingungen passend, um auch im Jahr 2018 für einen bärischen Hochsommer zu sorgen. Immerhin ist der kurze Anflug von Optimismus, ausgelöst durch den sich mittlerweile verflüchtigten Eindruck, das Gespräch zwischen der EU und den USA zum Thema Handelsstreit könnte die Wogen geglättet haben, bereits komplett abverkauft.

Donald Trumps Verhalten gegenüber China brachte das mulmige Gefühl zurück, dass dieser Handelskrieg womöglich erst noch davor steht, in den nächsthöheren Gang zu schalten. Mit dem kräftigen Abschlag des Donnerstags, der am Freitag nur geringfügig korrigiert wurde, sind jetzt gleich mehrere charttechnische Unterstützungen gefallen, die der DAX gerade erst zurückerobert (die 200-Tage-Linie) oder die im Vorfeld noch als Unterstützung gehalten hatten (20-Tage-Linie, kurzfristige Aufwärtstrendlinie). Aber ist das bereits das Signal dafür, dass das Bären-Lager freie Bahn hat?

Expertenmeinung: Dass die US-Aktienmärkte weiterhin gelassen reagieren, wenn es um Donald Trumps Säbelrasseln in egal welche Richtung geht, ist zwar insofern nicht zwingend richtungweisend, weil man dort eine sehr einseitige Sicht auf die Chancen und Risiken dieser Politik hat, die der Rest der Welt nicht teilt. Aber ob sich beim DAX gegen eine stabile Wall Street ein größerer und nachhaltiger Abwärtsimpuls etablieren kann, ist zumindest fraglich. Hinzu kommt, dass der Euro zum US-Dollar unmittelbar davor steht, eine markante Abwärtswende zu vollenden. Auch, wenn es in Bezug auf die bisherigen Bilanzen zum zweiten Quartal ungewöhnlich oft lange Gesichter gibt, wäre ein erneuter Abwärtsimpuls des Euro geeignet, durch die Erwartung dadurch wieder aufgehellter Exportperspektiven neue Zuversicht in den Markt zu bringen.

Und noch steht der Trendfolgeindikator MACD unmittelbar vor einem neuen Verkaufssignal. Würde der DAX zum Wochenstart die Kurve kriegen, wieder über die 200-Tage-Linie bei aktuell 12.761 Punkten laufen, kann es gut sein, dass für die Bären in den kommenden Wochen doch erst einmal nichts zu holen ist. Eine Bestätigung des jüngsten Abwärtsimpulses durch ein Unterschreiten der letztwöchigen Verlaufstiefs von 12.493 Punkten auf Schlusskursbasis wäre hingegen ein Signal, dass sich das Bären-Lager das Heft erst einmal nicht mehr aus der Hand nehmen lassen wird.

Chart vom 03.08.2018, Kurs 12.615,76 Punkte, Kürzel DAX

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