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S&P 500: Neues Rekordhoch trotz dünnem Eis möglich?

Es fehlt nicht mehr viel bis zum am 26. Januar bei 2.872 Punkten erreichten Rekordhoch des marktbreiten US-Index Standard & Poor’s 500. Vergangene Woche waren es noch 24 Punkte, weniger als ein Prozent. Dann drehte der S&P 500 erst einmal nach unten. Aber obwohl der US-Präsident am Mittwochabend seine Strafzoll-Schraube in Richtung China weiter anzog und nicht wenige US-Unternehmen schon jetzt melden müssen, dass alleine die bisherigen Maßnahmen negative Spuren hinterlassen: Die Bullen lassen sich nicht abweisen.

Aber ist diese Rekordjagd denn in einem solchen Umfeld durchzuhalten? Wer sich die Hintergründe genauer ansieht, wiegt da sorgenvoll mit dem Kopf. Davon abgesehen, dass August und September diejenigen Monate des Jahres sind, die die höchste Rückschlaggefahr mitbringen, waren die bisherigen Quartalsbilanzen der US-Unternehmen nicht gerade beeindruckend. Natürlich wurden da, wie üblich, reihenweise die Prognosen der Analysten übertroffen. Aber eigentlich weiß jeder, dass die tendenziell zu tief schätzen, um eine gute Stimmung unter den Anlegern aufrechtzuerhalten. Und ohne den Effekt der Steuersenkungen und die vielen damit einhergehenden, den Gewinn pro Aktie schönenden Aktienrückkäufe sähe die Lage keineswegs so gut aus, wie sie die offizielle Wachstumsrate des US-Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal (+4,1 Prozent, auf ein Jahr hochgerechnet) vorspiegelt. Sehen die Investoren das nicht?

Die meisten sehen das sicherlich. Aber viele sagen sich zweierlei: Zum einen, dass es zu den Aktien derzeit noch keine Alternative gibt. Das würde sich dann ändern, wenn die US-Notenbank ihre Zinsanhebungen abschließt und das Wachstum so nachlässt, dass man von einem Leitzins-Hoch ausgehen könnte. So weit ist es aber noch nicht. Zum anderen gehen sie davon aus, dass, wenn die Trump’sche Politik den Trend bis jetzt nicht gebrochen hat, das auch weiterhin nicht passieren wird. Und wenn, würde man entsprechend charttechnischer Signale frühzeitig erkennen, wann es an der Zeit ist, die Segel zu streichen.

Und noch spricht die Charttechnik in der Tat für die Bullen. Der Chart auf Wochenbasis zeigt: Bislang scheint der doppelte Leitstrahl der Hausse, bestehend aus der Anfang 2016 etablierten Aufwärtstrendlinie und der 200-Tage-Linie, einfach nicht zu durchbrechen zu sein. Mehrfach wurde dieser doppelte Support seit Ende Januar angegangen. Und nie wurde er auf Wochenschlusskursbasis gebrochen. Das gibt den Bullen Selbstvertrauen. Und auch in der kurzfristigen Zeitebene sieht es gut aus für einen Versuch, diese bisherige Rekordmarke von 2.872 Zählern anzugehen und zu überwinden, denn:

SPX_2018_08_03_Day

Am Donnerstag gelang den Akteuren ein perfekter Intraday-Turnaround nach oben. Zunächst sah es gar nicht gut aus. Der Index begann den Tag noch im Minus, genau in der durch die 20-Tage-Linie verstärkten Unterstützungszone 2.789/2.802, die sich aus den Zwischenhochs vom Februar, März und Juni zusammensetzt. Wäre die gebrochen, hätte es schnell und auch weit nach unten gehen können. Aber genau dort waren die Bullen zur Stelle, drehten den Index und unterfütterten so dieses trügerische Gefühl einer unverwundbaren Hausse. Auch, wenn das Eis dünn ist: Bleibt die Käuferseite weiterhin so wachsam, kann das bisherige Hoch tatsächlich bezwungen werden.

SPX_2018_08_03_Week

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