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TecDAX: Bullenfalle? Oder doch nur ein Rücksetzer?

Am Freitag hatte der TecDAX das bisherige, im Juni markierte Jahres-Verlaufshoch knapp überboten und den Handel nicht minder knapp auf einem Jahres-Schlusskurshoch beendet. Da waren Anschlusskäufe gefragt, um diesem höchst knappen bullischen Signal ein Fundament zu geben. Doch was folgte, waren keine Käufe, sondern Abgabedruck. Teilweise durch die wankende US-Technologiebörse Nasdaq verursacht, aber auch durch negative Reaktionen auf Quartalsbilanzen im TecDAX gelisteter Unternehmen, die die Erwartungen nicht zu erfüllen vermochten.

Noch wäre hier rein charttechnisch nichts angebrannt, noch ließe sich das als Rücksetzer deklarieren, ein „Anlauf nehmen“, bevor der Index deutlicher auf neue Hochs läuft. Ein Aspekt ist indes auffällig und Grund, zumindest eine gesunde Skepsis hinsichtlich des Aufwärtspotenzials an den Tag zu legen: Von den 30 im TecDAX notierten Aktien befinden sich gerade einmal 14 nahe an oder wenigstens einigermaßen in der Nähe ihrer Hochs der letzten zwölf Monate. Das ist verblüffend wenig.

Expertenmeinung: Der Index selbst hat seinen hohen Level durch eine Art Schaukelbewegung, eine regelmäßige Rotation bei denjenigen Aktien, die überhaupt einen Aufwärtstrend zeigen, erreicht. Für eine wirklich größere Bewegung nach oben müssten starke Quartalszahlen her, die imstande sind, auch bei den schwachen Aktien innerhalb des Index einen tauglichen Aufwärtsimpuls zu generieren. Aber derzeit reagiert man selbst bei erreichten Prognosen dünnhäutig. Gut ist da oft nicht gut genug, eine auffällige Parallele zur Nasdaq. Das Risiko, dass es sich hier mitnichten um einen kurzen Rücksetzer, sondern um eine Bullenfalle handelt, ist daher nicht zu unterschätzen.

Die 20-Tage-Linie, die Hochs aus dem Januar und März, die 200-Tage-Linie und das Juni-Tief bieten dem Index zwar gestaffelt Unterstützung. Aber dieses Juni-Tief liegt mit 2.625 Punkten fast zehn Prozent unter dem aktuellen Niveau – so weit sollte man sich auf der Long-Seite nicht mit nach unten ziehen lassen, sollte sich der Index tatsächlich nicht zügig fangen. Ein Stop Loss Long unterhalb der aktuell bei 2.847 verlaufenden 20-Tage-Linie wäre zumindest für aggressive Trader eine überlegendwerte, enge Absicherung für den „Fall der Fälle“!

Chart vom 31.07.2018, Kurs 2.883,22 Punkte, Kürzel TDX

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