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Infineon: Chartcheck vor den Zahlen

Die Infineon Technologies AG ist ein im Jahr 1999 durch die Ausgliederung aus der Siemens AG hervorgegangener Halbleiterhersteller. Der Konzern fokussiert sich bei der Entwicklung seiner Halbleiter- und Systemlösungen schwerpunktmäßig auf Energieeffizienz, Mobilität und Sicherheit. Infineon hat das Geschäft in vier Bereiche organisiert: Automotive, Industrial Power Control, Power Management & Multimarket sowie Chip Card & Security

Zuletzt hatte ich den Wert im Juni besprochen. Sowohl Bullen und Bären haben zahlreiche Argumente für ihre Haltung. Das Unternehmen war nie profitabler und das Wachstum beschleunigte sich in den letzten Jahren.
Doch ich warnte auch vor den Gefahren, denn gerade Infineon könnte es in einer Krise hart treffen. Die Bewertung ist hoch und das Geschäft könnte kaum zyklischer sein.

Ich kam daher zum Schluss, dass die Risiken die Chancen überwiegen. Anschließend gab der Wert um mehr als 10% nach und das Kursziel bei 21,00 Euro wurde sauber abgearbeitet.

Die ausführliche fundamentale Analyse finden Sie hier.

Es stehen Quartalszahlen an

Am 1.August wird der deutsche Halbleiterhersteller die Zahlen für das dritte Quartal vorlegen. Was wird erwartet, wie sind die letzten Zahlen ausgefallen und wie reagierten die Kurse?

Im ersten Quartal stieg der Umsatz auf Jahressicht um 8% auf 1,775 Mrd. Euro und das Ergebnis von 0,14 auf 0,18 Euro je Anteilsschein. Die Aktie zeigte sich dennoch unbeeindruckt und gab in den Tagen nach dem 31. Januar deutlich nach.

Im zweiten Quartal legte der Umsatz auf Jahressicht um 4% auf 1,836 Mrd. Euro zu, das Ergebnis stieg allerdings sprunghaft von 0,18 auf 0,40 Euro je Aktie. Der bereinigte Gewinn lag allerdings nur bei 0,26 Euro je Aktie.
In diesem Fall zeigten sich die Anleger dennoch erfreut und die Papiere markierten in den Wochen danach ein neues Jahreshoch.

Für das dritte Quartal erwartete Infineon bei einem EUR/USD-Wechselkurs von 1,25 einen Umsatzanstieg um 1-5%, was 1,855 bis 1,927 Mrd. Euro entsprochen hätte. Der Wechselkurs des EUR/USD ist nun aber keineswegs bei 1,25. Zum Zeitpunkt der Analyse liegt er ziemlich genau bei 1,17.

Erfreulicherweise wirkt sich ein starker Dollar positiv auf die Ertragskraft und die Umsätze von Infineon aus.

In den zurückliegenden Quartalen wurde der schwache Dollar schließlich mehrfach bemüht. Nun sollte Infineon dringend abliefern.

Es ist also durchaus möglich, dass die Zahlen über den Erwartungen liegen werden. Nimmt man hingegen den Branchenprimus als Maßstab, sieht es eher schlecht aus. Bei Intel waren die Zahlen zwar in Ordnung, die Aktie wurde aber abverkauft. Gleiches gilt für STMicroelectronics

Chartcheck vor den Zahlen

Selbstverständlich wird der nächste Impuls maßgeblich von der Qualität der Zahlen abhängen. Langfristig ist das Chartbild aber bullisch.

Gelingt ein Ausbruch über 23,23 Euro, kommt es zu einem Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 24,00 und 24,50 Euro. Darüber wäre der Weg in Richtung 25,00 und Jahreshoch frei.

Solange der Ausbruch jedoch nicht gelungen ist, droht jederzeit ein Rückfall bis 22,00 Euro und darunter bis 21,00 Euro.

Kann dieser Bereich nicht gehalten werden, würde sich das Chartbild nachhaltig eintrüben. In diesem Fall droht eine mehrwöchige Korrektur.

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