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PUMA: Zurück auf dem (harten) Boden der Tatsachen

Als man damit rechnen durfte, dass die Aktie des Sportartikelherstellers PUMA im Juni in den MDAX aufsteigen würde, wurde im Vorfeld hektisch gekauft. Binnen eines Monats, zwischen Anfang Mai und Anfang Juni, schoss der Kurs sagenhafte 40 Prozent höher, erreichte am 5. Juni ein Rekord-Verlaufshoch bei 539 Euro. Was nicht nur daran lag, dass PUMA grundsätzlich in einem Umfeld positiver Wachstumsperspektiven agiert.

Es lag auch daran, dass die Aktie ein wenig markteng ist und sich zu viele zugleich durch das Nadelöhr einer für diesen Kaufdruck zu geringen Angebots quetschen wollten. Kaum war PUMA im MDAX, endete die Kaufwelle, mündete in eine Seitwärtsbewegung und jetzt in einen Selloff. Denn die am Donnerstagmorgen präsentierte Quartalsbilanz war zwar gut. Aber auch hier gilt, wie Somit oft nach starken Kursanstiegen: Für die Hand in Hand mit den Kursen steigenden Erwartungen der Anleger waren diese Ergebnisse dennoch nicht gut genug.

Expertenmeinung: Wobei diese Quartalsbilanz auch noch den Malus aufwies, dass die durchschnittlichen Analystenschätzungen, die, wie oft, mit der Aktie mit gestiegen waren, nicht übertroffen wurden. Der Umsatzanstieg von acht Prozent gegenüber Vorjahresquartal lag mit 1,049 Milliarden Euro nur auf dem Niveau der Prognose, das EBIT, d.h. der Gewinn vor Steuern und Zinsen, blieb mit 58 Millionen Euro unter der Konsensprognose von 61 Millionen. Dass das Unternehmen im Zuge dieser Zahlen die Gesamtjahres-Umsatzprognose von +10 bis 12 auf jetzt +12 bis 14 Prozent anhob, half da wenig:

Die Akteure gewannen den Eindruck, dass das Kursniveau nicht recht zu diesen Perspektiven passt und zogen die Reißleine. Und da wird der Aktie genau das zum Verhängnis, was den Kurs noch im Mai somit steil nach oben zog: die relative Marktenge. Es müssen nicht einmal immens viele Marktteilnehmer am Donnerstag und Freitag ausgestiegen sein, aber es waren eindeutig zu viele, als dass die Nachfrageseite den Druck hätte auffangen können. Die Aktie verlor an diesen beiden Tagen insgesamt ganze elf Prozent und rutscht auf eine mittelfristig wichtige Unterstützungszone zu.

Die setzt sich aus Wendemarken vom November 2017, vom März und Mai 2018 und der 200-Tage-Linie zusammen und liegt im Bereich 380/400 Euro.Sollte PUMA durch diese Zone durchrutschen, wäre der Weg nach unten aus rein charttechnischer Sicht erst einmal erneut frei. Daher: Ein Rücksetzer in die Zone 380/400 Euro würde die vorher ambitionierte Bewertung der Aktie zwar wieder in den Bereich fair bis kaufenswert drücken, aber solange sich nicht an oder über dieser Supportzone eine Bodenbildung etabliert, wäre ein Einstieg in diesen noch laufenden Abverkauf ein Griff ins fallende Messer!

Chart vom 27.07.2018, Kurs 422,00 Euro, Kürzel PUM

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