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Nemetschek: Staunen … und den Stopp nachziehen

Da staunt der Fachmann, der Laie wundert sich … aber Nemetschek steigt und steigt. Trotz einer Bewertung über das Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV), die mit aktuell um die 60 deutlich über dem liegt, das die Aktie beim derzeitigen Wachstumstempo haben „dürfte“, wenn man sie mit anderen Aktien vergleichen würde. Aber das scheint niemanden zu stören. Sicher, das am Freitagmorgen präsentierte Ergebnis des zweiten Quartals erfüllte die Erwartungen.

Umsatzanstieg um gut 21 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, Anstieg des Gewinns vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) um 22 Prozent, Gewinnmarge weiterhin bei 27,3 Prozent. Und das Nettoergebnis stieg um starke 34 Prozent. Gut, wie gesagt. Aber nicht umwerfend. In Relation zu einem KGV von 60 ist das ein bisschen wenig. Und dass Nemetschek den Ausblick für das Gesamtjahr nicht anhob, sondern „nur“ bestätigte, zeugt davon: Es läuft alles nach Plan. Aber das ist in einem Umfeld, in dem andere Aktien für ein „gut“ abgestraft werden, eigentlich keine Basis für eine Rallye. Vor allem nicht für Somit eine, wie sie diese Aktie am Freitag zeigte:

Expertenmeinung: Im Hoch schoss Nemetschek um über 15 Prozent nach oben, erreichte mit 132,60 Euro einen neuen Verlaufsrekord. Wieso kommen hier keine nennenswerten Gewinnmitnahmen auf? Es kann gut sein, dass zu viele Akteure diese Aktie schon im Vorfeld als zu teuer eingeschätzt und Short-Positionen aufgebaut hatten. Die wurden durch die positive Reaktion auf die Quartalsbilanz dann überrannt, Stop-Loss-Kauforders für leer verkaufte Aktien ausgelöst. Wenn es Somit war, intensivierte das die Rallye nur noch … und solange das Momentum Somit hoch bleibt, tun die meisten Long investierten Akteure wohl das, was man eben tut, wenn es läuft: Man lehnt sich zurück, bleibt dabei und hebt einfach den gewinnsichernden Stoppkurs an.

Nemetschek ist immer für eine Überraschung gut, daher wäre es momentan zwar einen Gedanken wert, hier einen Teil der Position zu Geld zu machen. Aber das sollte man nur tun, wenn man sich nicht ärgeren würde, sollte eine teure Aktie wider Erwarten noch viel teurer werden. Die Gewinnsicherung ließe sich derzeit um 110 Euro ansiedeln, knapp unter die Kreuzunterstützung aus dem Tagestief des Donnerstags, der 20-Tage-Linie und dem markanten Zwischenhoch aus dem Mai.

Chart vom 27.07.2018, Kurs 126,00 Euro, Kürzel NEM

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