Börsenblick

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Boeing: Kann man diesem „Hammer“ trauen?

Boeing hatte sich zwar schon zu Jahresbeginn von seiner super-dynamischen Hausse verabschiedet, war gerade erst im Juni daran gescheitert, über das Ende Februar markierte Rekordhoch hinauszukommen und hatte damit einen Seitwärtstrend bestätigt. Aber auch hier schienen die Erwartungen der Anleger so hoch gesteckt zu sein, dass „gut“ eben nicht gut genug war. Die vor US-Handelsstart veröffentlichten Quartalsergebnisse trafen die Analystenprognosen, die durchschnittliche Gewinnerwartung wurde sogar leicht überboten. Aber die im Zuge der Bilanz zum ersten Quartal angehobene Gesamtjahresprognose wurde in Bezug auf den erwarteten Gewinn pro Aktie „nur“ bestätigt, die Umsatzprognose gerade einmal um etwa ein Prozent nach oben genommen. Zu wenig, schienen da einige zu denken, um auf diesem Niveau, das zum Dienstags-Schlusskurs immerhin nur etwa vier Prozent unter dem bisherigen Rekord-Verlaufshoch von 374,48 US-Dollar lag, dabei zu bleiben. Man nahm umgehend Gewinne mit, die Aktie sackte kurz nach dem Handelsstart um bis zu 3,5 Prozent durch. Doch am Ende stand da nur ein Mini-Minus von 0,66 Prozent. Wieso?

Expertenmeinung: Weil der Eindruck, der Handelsstreit zwischen den USA und Europa sei vorbei, die Akteure begeisterte und man sich darüber klar war, dass ein Ende dieses Zwists bedeuten würde, dass das Wachstum weltweit eben doch nicht unter Druck kommen würde, Boeing nicht ins Visier von Strafzoll-Gegenmaßnahmen kommen wird und die Chance, dass es beim Flugzeugbauer im zweiten Halbjahr noch besser laufen wird als bisher, damit groß ist. Was man nicht bedachte, alleine, weil die Zeit bis zum Handelsende knapp war, war: Von einem wirklichen Deal ist man noch weit entfernt, weil Juncker gar kein Mandat der EU hatte, verbindliche Vereinbarungen zu treffen. Und selbst wenn die EU wirklich in die Knie ginge und den USA gibt, was sie verlangen: China wäre ja auch noch da. So gesehen gilt ebenso wie für die Rallye des US-Gesamtmarkts, dass dieser charttechnisch sehr positive Hammer, der dadurch bei Boeing am Mittwoch entstand, halten und zu Anschlusskäufen führen kann, aber nicht muss. Es müsste schon der „Deckel“ gesprengt, mit Schlusskursen über 375 US-Dollar ein neues Rekordhoch erreicht werden, bevor man diesem Braten wirklich trauen könnte. Solange das nicht gelungen ist, kann die Aktie jederzeit abdrehen und die wichtige Supportzone 311/321 US-Dollar erneut ansteuern.

Chart vom 25.07.2018, Kurs 355,92 US-Dollar, Kürzel BA

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