Börsenblick

Zurück August Weiter
Zurück 2018 Weiter

Wirecard: Zu schnell zu weit?

Im Gegensatz zum gestrigen „Turnaround-Opfer“ Sartorius (siehe unsere heutige Analyse zur Sartorius Vorzugsaktie) ist es bis zur Quartalsbilanz des Bezahlsysteme-Spezialisten Wirecard noch lange hin, die Ergebnisse werden erst am 16. August erwartet. Eine Gemeinsamkeit hat Wirecard aber durchaus mit Sartorius: Die Bewertung ist alles andere als niedrig. Bei Wirecard ist zwar die Dynamik in Bezug auf Umsatz- und Gewinnwachstum deutlich höher.

Aber die Verlockung, bei einem subjektiv als zu schnell zu weit gestiegen empfundenen Kurs die Gelegenheit zu nutzen, Gewinne mitzunehmen, ist auch hier vorhanden, die Korrektur in der zweiten Juni-Hälfte macht das deutlich. Und das Kursverhalten zum Wochenstart sollte zumindest für erhöhte Aufmerksamkeit sorgen. Goldman Sachs hatte das Kursziel für die Wirecard-Aktie am Montagmorgen deutlich von 168 auf 200 Euro angehoben.

Das sorgte dafür, dass die Aktie zum Wochenstart knapp über dem vorherigen Verlaufsrekord von 158,10 Euro, der am 15. Juni markiert wurde, schloss. Und es sorgte zum Start in den Dienstag für Anschlusskäufe. Nur hielten die nicht vor: Wirecard erreichte in der Spitze 164,50 Euro, drehte dann aber ab und beendete den Handel mit 159,90 Euro gerade einmal 80 Cent über dem Montags-Schlusskurs.

Expertenmeinung: In solchen Situationen, die andeuten, dass ein Kursniveau erreicht sein könnte, auf dem die Nachfrage versiegen, die Neigung zu Gewinnmitnahmen aber steigen könnte, wären perfekte Quartalsergebnisse hilfreich, aber wie gesagt, die kommen erst Mitte August. Wenn ein Haus wie Goldman Sachs das höchste bislang vorhandene Kursziel von 192 Euro mit einem neuen „Kursziel-Rekord“ von 200 Euro ablöst und die Aktie trotzdem schon am Folgetag unter Druck gerät, ist das ein Warnsignal.

Jetzt hätten die Bullen Handlungsbedarf. Erst vergangene Woche war es gelungen, einen kurzzeitigen, scharfen Rücksetzer knapp oberhalb der 20-Tage-Linie abzufangen und in ein Plus zu verwandeln. Ein solches Kunststück wäre jetzt ideal, um diejenigen, die angesichts der am Dienstag auf Rekordniveau abverkauften Gewinne darüber nachdenken, hier zumindest zum Teil Kasse zu machen, davon abzubringen. Gelingt es, das gestrige Verlaufs-Rekordhoch von 164,50 Euro auf Schlusskursbasis zu überbieten, dürfte die Gefahr kurzfristig gebannt sein.

Sollten der gestrigen roten Kerze aber weitere Abgaben folgen, die Wochenbilanz der Aktie per Freitagabend negativ werden, wäre es unbedingt ratsam, sich hier konsequent abzusichern. Da die 20-Tage-Linie gerade erst als Unterstützung „funktioniert“ hat, sollten sich Akteure mit spekulativen Long-Trades überlegen, diese derzeit bei knapp 148 Euro verlaufende Linie als Orientierung zu wählen.

WDI_2018_07_25

Auch interessant:

"Griechenland wurde kaputt gespart!" Interview mit Robert Halver | LYNX fragt nach
DAX: Können die Bullen die Talfahrt stoppen? | LYNX Marktkommentar
Sommerflaute an den Börsen – Nicht mit Optionen! Webinar 16.08.18 Claudia Jankewitz | LYNX
Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN