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Isra Vision stark korrekturgefährdet

Isra Vision ist nach eigenem Bekunden einer der Weltmarktführer für Oberflächeninspektionssysteme sowie einer der global führenden Anbieter intelligenter Bildverarbeitungssysteme.

Ihren Kunden aus den Branchen Glas, Kraftfahrzeuge, Kunststoff, Vlies, Folie, Film und Logistik bietet der Konzern Machine-Vision-Lösungen, anhand derer komplexe Aufgabenstellungen automatisiert werden können.

Als eine Schlüsseltechnologie der Sehenden Systeme imitiert Machine Vision das menschliche Auge und deckt die drei Bereiche „Robot Vision“ (Roboterführung für diffizile Aufgaben wie Positionieren, Montieren etc.), „Surface Vision“ (Inspektion von Oberflächen von Bahnwaren aus Glas, Folien oder Kunststoff) und „Quality Inspection“ (Qualitätskontrolle in der Montage, Code-Identifikation) ab. Das operative Geschäft gliedert sich in die beiden Segmente Industrial Automation und Surface Vision.

Das Wachstum beschleunigt sich

Die starke Stellung und technologischen Entwicklungen schlagen sich auch in den Zahlen nieder. Der Umsatz stieg in den letzten zehn Jahren von 68 auf 143 Mio. Euro. Gleichzeitig verbesserte sich auch die Profitabilität etwas und dementsprechend stieg der Gewinn überproportional.
Das Ergebnis klettere im selben Zeitraum von 0,35 auf 0,94 Euro je Aktie. Langfristig sieht es also gut aus.

In der jüngeren Vergangenheit war eher eine Beschleunigung des Wachstums zu erkennen. Ein Großteil des Umsatz- und Gewinnwachstums entfiel auf die letzten Jahre.

Wie sehen die letzten Zahlen aus?

Da das Geschäftsjahr von Isra Vision bis Ende September läuft, liegen bereits die Zahlen für die ersten beiden Quartale vor.

Der Umsatz legte um 10% auf 64,7 Mio. Euro zu und EBT, EBIT sowie EBITDA um 10-11%. Das Ergebnis stieg allerdings um 15% auf 0,41 Euro je Aktie (Post Aktiensplit).

Der Ausblick wurde bestätigt und das Unternehmen erwartete eine anhaltend gute Geschäftsentwicklung. Der Umsatz soll im niedrigen zweistelligen Bereich wachsen, bei gleichbleibenden oder leicht steigenden Margen.

Fundamentale Bewertung

Aus dieser Perspektive spricht nichts gegen ein Investment. Isra Vision ist gut aufgestellt und liefert neben guten Zahlen auch einen positiven Ausblick.

Kommen wir zur Bewertung. Derzeit liegt das KGV bei 54,6 und das KGVe für das laufende Geschäftsjahr je nach Schätzung bei 40 bis 70. Die Dividendenrendite ist mit rund 0,2% kaum relevant.
Trotz der starken Historie und des Ausblicks erscheint die Bewertung deutlich zu hoch. Aus fundamantaler Sicht kann daher keine Kaufempfehlung ausgesprochen werden.

Charttechnischer Ausblick

Isra Vision ist langfristig bullisch und bewegt sich in einem steilen Aufwärtstrend. Die Aktie ist allerdings auch hochvolatil und hat ab Anfang April eine geradezu atemberaubende Rallye vollzogen.
In den letzten Wochen hat sich ein Top ausgebildet, welches nun das Chartbild belastet. Unterhalb von 52,50 Euro ist es zu einem Verkaufssignal mit ersten Kurszielen bei 50,00 und 48,60 Euro gekommen. Darunter drohen weitere Verluste in Richtung 45 und 40 Euro.

Gelingt hingegen eine Rückkehr über 52,50 Euro, dürften die Chartmarken bei 56,30 und 58,40 Euro wieder ins Visier der Anleger rücken.

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