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Volkswagen: Den Chart sollte man gesehen haben

Volkswagen ist einer der weltweit führenden Hersteller von Automobilen und Nutzfahrzeugen. Zum Konzern gehören neben Volkswagen auch die Marken Audi, Seat, Skoda, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Ducati, Scania und MAN.
Darüber hinaus bietet der Konzern auch umfangreiche Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Automobilgeschäft an.
Weitere Geschäftsfelder umfassen Dieselgroßmotoren und den Bau von Kraftwerken, chemischen Reaktoren sowie Dampf- und Gasturbinen.
Das Unternehmen ist eng mit Porsche verbunden, der Sportwagenhersteller hält 52% der Volkswagen-Anteile. Weitere Großaktionäre sind mit 14,6% Qatar und mit 11,8% das Land Niedersachsen.

Stimmung auf dem Tief

Bereits in einer vorangegangenen Analyse hatte ich auf die allgemein sehr negative Haltung zu Volkswagen hingewiesen. Es scheint keinerlei positive News oder Analysen zu geben. Der Wert ist für viele Börsenteilnehmer ein rotes Tuch.

Es gibt so viele Gründe, die gegen Volkswagen sprechen. Abgasskandal, niedrige Margen und eine unübersichtliche Konzernstruktur.
Handelsstreit, neue Klagen und natürlich die Elektromobilität, die alle etablierten Autobauer dahinraffen wird.

Doch ist die Stimmung am Boden, sind die negativen Szenarien eingepreist und die Bewertung meist attraktiv. Im Normalfall treten aber zumindest nicht alle negativen Erwartungen ein. Es kommt zu positiven Überraschungen und der Kurs hebt plötzlich ab. Es gäbe unzählige Beispiele, die man nennen könnte und am anderen Ende der Skala sieht es nicht anders aus.
Aktie XY wird von der Masse geliebt, in Foren kursieren all die tollen Argumente, warum man diese Aktien kaufen muss. Die Bewertung wird außer Acht gelassen und alle positiven Szenarien sind eingepreist. Kommt es zu enttäuschenden Quartalszahlen, rauscht die Aktie in die Tiefe.

Es ist emotional schwierig, sich der Masse, dem Herdentrieb zu entziehen. Doch genau diese Fähigkeit ist entscheidend, um an der Börse erfolgreich zu sein.
Nahezu alle Menschen sind für diese massenpsychologischen Effekte empfänglich, auch wenn es kaum jemand gerne über sich selbst sagen würde.

Am Ende zählen die Zahlen

Kommen wir zurück zu Volkswagen. Seit Ende 2015 hat sich der Kurs im Hoch mehr als verdoppelt. Selbst wer die scharfe Korrektur der letzten Wochen mitgenommen hat, wäre noch mehr als 50% im Plus. Ebenfalls ein Beispiel, welche Chancen übertriebener Pessimismus bieten kann.

Denn am Ende geht es nur um Zahlen und die sehen nicht schlecht aus. In den drei Geschäftsjahren 2015 bis 2017 ist der Umsatz von 213,3 auf 230,7 Mrd. Euro gestiegen.

Nach Milliardenstrafen lag der Gewinn 2016 bereits wieder bei 10,24 Euro je Aktie und im zurückliegenden Geschäftsjahr bei 22,63 Euro je Anteilsschein.
Für 2018 wird ein Ergebnis von 26,50 Euro je Aktie erwartet.

Das KGV liegt demnach bei 6,6 und das KGVe bei 5,6. Die Dividendenrendite beträgt 3,7%.

Derzeit sollten Anleger darüber hinaus die nicht im Dax notierten Stammaktien bevorzugen, denn sie haben ein Stimmrecht und durch den derzeit niedrigeren Kurs auch eine etwas höhere Dividendenrendite.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie bewegt sich seit mehreren Jahren in einem stabilen Aufwärtstrend und ist durch die jüngste Korrektur wieder an das untere Ende des Trendkanals zurückgekehrt.
Hier wurde Volkswagen über Wochen hinweg gekauft. Es ist daher wahrscheinlich, dass eine Trendwende erfolgt. Erste prozyklische Kaufsignale ergeben sich oberhalb von 152,60 Euro. Gelingt ein Ausbruch, liegen die ersten Kursziele bei 160 und 165 Euro.

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