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TecDAX: Der Sprung kann gelingen … aber er muss es nicht

Zwischen Mitte und Ende Juni zogen sich die Wolken über dem TecDAX immer dichter zusammen. Ein abverkaufter Ausbruch nach oben, das Unterschreiten wichtiger Unterstützungen, befeuert durch die Sorge, dass der seitens der USA angezettelte Handelskrieg nicht ohne Konsequenzen für die Gewinnperspektive der im TecDAX gelisteten deutschen Technologieunternehmen bleiben werde. Heute sieht das Bild plötzlich ganz anders aus:

Der TecDAX federte oberhalb seiner 200-Tage-Linie wieder nach oben. Die obere Begrenzung des 2014er-Aufwärtstrendkanals und die aus dem Herbst 2016 stammende Aufwärtstrendlinie, knapp unterhalb dieses wichtigen gleitenden Durchschnitts gelegen, wurden gar nicht erst touchiert. Pünktlich mit dem neuen Quartal kam Zug in den Index. Und jetzt ist er auf dem Sprung, das bisherige Jahres-Verlaufshoch, am 15. Juni bei 2.950 Punkten markiert, zu überwinden. Wie das?

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Die Antwort auf diese Frage ist des Pudels Kern. Denn dafür gibt es keine Argumente, die wirklich belastbar wären. Die Unterstellung, dass dieser Handelskrieg schon nicht ausufern werde und wenn doch, dass er die Technologieunternehmen hinsichtlich möglicher Strafzölle ebenso verschonen würde wie in Bezug auf die Wachstumsaussichten, ist genau das: eine reine Unterstellung ohne taugliche Argumente.

Es ist die Hoffnung, die kauft, nicht die Faktenlage. Und das gilt umso mehr, als die Bilanzen für das zweite Quartal erst einmal auf den Tisch kommen müssten. Noch ist in keiner Weise absehbar, wie dieses Quartal für diese 30 im TecDAX vereinten Unternehmen gelaufen sein könnte.

Angenommen, die morgen anstehenden Verhandlungen zwischen den USA und der EU zum Thema Handel verlaufen positiv, dieser Sprung über das bisherige Jahreshoch könnte gelingen, die dafür noch fehlenden ca. 2,3 Prozent schnell überwunden ein. Aber wenn die wahrscheinlichere Variante eintritt, nämlich dass die Fronten sich danach eher noch verhärten, kann der TecDAX leicht schlagartig wegsacken.

Denn Hoffnungen gehören gemeinhin nicht zu den tragfähigen Fundamenten einer Rallye. Und dann bleiben ja zudem noch die Quartalsbilanzen, die in den kommenden zwei Wochen auch beim TecDAX zahlreicher eintreffen werden. Auch da müssen die Ergebnisse überzeugen. Zwei Fragezeichen und ein Index, der im Vorfeld der Antworten zehn Prozent in gut drei Wochen zugelegt hat:

Man sollte sich für den Fall wappnen, dass dieser Sprung an das bisherige Hoch in ein Luftloch führt. Die bei 2.781 Zählern verlaufende 20-Tage-Linie wäre eine taugliche Orientierung für einen Stop Loss Long. Und sollte er TecDAX wider Erwarten derer, die derzeit unbesorgt weiter einsteigen, mit Schlusskursen unter 2.625 Punkten die Kreuzunterstützung aus 200-Tage-Linie und dem Juni-Tief brechen, wäre er bereits wieder eine hochlukrative Beute für das Bären-Lager.

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