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MorphoSys: Passiert der „Point of no Return“?

Die Bilanz des ersten Quartals war für das deutsche Biotech-Unternehmen MorphoSys nicht gerade umwerfend ausgefallen. Und durch eine planmäßig ausgelaufene Kooperation mit dem Schweizer Pharmariesen Novartis lautete die Perspektive für das Gesamtjahr 2018: weniger Umsatz, mehr Verlust. Und trotzdem schob sich der Kurs über eine entscheidende Hürde, über das 2014er-Jahreshoch bei 88,50 Euro, das den bis dahin höchsten Stand seit dem Jahr 2000 markierte. Nach zwei abgewehrten Versuchen im Januar und März gelang der Ausbruch im Mai. Danach passierte indes erst einmal wenig. Überzeugende Anschlusskäufe blieben aus. Und mit Blick auf die vorgenannten, grauen Perspektiven musste man sich schon fragen: Kann die Aktie diesen hohen Level halten, obgleich noch offen ist, wann MorphoSys wieder in die Gewinnzone zurückkehrt und wie deutlich und nachhaltig das dann sein wird? Aber es blieb nicht bei diesem Kursniveau, MorphoSys stieg einfach immer weiter. Es ist eher untypisch, dass dann zur rechten Zeit die rechten Nachrichten kommen, um solche spekulativen Aufwärtsbewegungen nachträglich zu rechtfertigen. Aber in diesem Fall war es so:

Expertenmeinung: Am vergangenen Donnerstag kam die Meldung, dass MorphoSys und das Unternehmen Galapagos zusammen einen weltweiten Lizenzvertrag für den Neurodermitis-Wirkstoff MOR106 mit Novartis abgeschlossen haben. Dafür fließt an beide insgesamt eine Vorauszahlung von 95 Millionen Euro, aber darüber hinaus können die Einnahmen insgesamt auf bis zu 850 Millionen anschwellen, hinzu kommen Umsatzbeteiligungen. MorphoSys, schon am Tag zuvor wieder einmal auf mehrjährigen Hochs, machte daraufhin einen Sprung und steigt seither weiter. Der massiv überkaufte RSI-Indikator und der Umstand, dass die Aktie am Montag relativ deutlich unter ihrem Tageshoch schloss, deuten zwar an, dass die Schwerkraft das Papier jetzt langsam doch einholen kann. Aber dieser Lizenzvertrag macht deutlich, dass die Zeit, in der nach den vielen Jahren kostenintensiver Forschung langsam die Gewinne sprudeln, nahe sein könnte, immerhin ist MOR106 nicht der einzige Wirkstoff des Unternehmens. Gut möglich also, dass der „Point of no Return“ überschritten wurde, die Aktie jetzt nicht mehr unter diese 88,50 Euro-Marke zurückkehrt und mittelfristig noch viel Luft nach oben vorhanden ist. Aber trotz dieser wichtigen Nachricht ist MorphoSys auf diesem Niveau ein sehr spekulatives Papier. Wer nicht ganz bewusst langfristig dabei bleiben will, sollte daher nicht ohne „Fallschirm“ unterwegs sein. Die 20-Tage-Linie, die diesen Aufwärtsimpuls seit Ende April unübersehbar führt und derzeit bei 109 Euro notiert, wäre dahingehend eine gute Orientierung für eine Absicherung.

MOR_2018_07_24

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