Börsenblick

Zurück August Weiter
Zurück 2018 Weiter

Facebook: Morgen Abend steht „Tacheles“ an!

Die Facebook-Aktie bewegte sich zum Wochenstart nicht gerade viel. Aber sie bewegte sich auf Rekordniveau. Und das unmittelbar vor den morgen, am Mittwoch, nach US-Handelsende anstehenden Quartalsergebnissen. Allgemein geht man davon aus, dass das Unternehmen schlicht unverwundbar ist, dass die seit Monaten nicht endenden Diskussionen um die Datensicherheit und die Löschung von Posts Facebook nicht geschadet haben und damit auch zukünftig nicht schaden werden.

Als Argument ziehen da viele die Bilanz des ersten Quartals heran. Da hatte das Unternehmen die Prognosen der Analysten hinsichtlich Umsatz, Gewinn und Gewinnmarge sehr deutlich übertroffen. Doch dabei übersehen diejenigen, die diese Zahlen als Beleg für einen unverwüstlichen Siegeszug sehen, einen entscheidenden Aspekt: Der Skandal um die Datenweitergabe an Cambridge Analytica kam am 19. März zutage, keine zwei Wochen vor dem Quartalsende.

Das kann sich gar nicht spürbar in den Ergebnissen niedergeschlagen haben. Ob die Werbekunden sich zurückgenommen haben, ob der Anstieg der Nutzerzahl dadurch gebremst wurde, all das kann erst in dem jetzt anstehenden Zahlenwerk erkennbar werden.

Expertenmeinung: Und wenn man sich ansieht, dass die Aktie am Tag vor dem Auftauchen des Cambridge Analytica-Skandals bei 185 US-Dollar schloss und jetzt über 210 US-Dollar notiert, müssen die Ergebnisse eine saubere Steigerung des grandios ausgefallenen ersten Quartals bieten, um zu verhindern, dass man plötzlich das Gefühl hat, auf einer Leiter ohne Sprossen zu stehen. Im zweiten Quartal 2017 verdiente Facebook 1,32 US-Dollar pro Aktie, derzeit liegt die durchschnittliche Prognose für das zweite Quartal 2018 bei 1,72 US-Dollar, etwas über den 1,69 US-Dollar pro Aktie, die Facebook in den ersten drei Monaten 2018 verdiente.

Hinsichtlich der Umsätze schätzt man im Schnitt 13,3 nach 9,3 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal. Sollten diese Prognosen erreicht oder überboten werden, dürften die Skeptiker erst einmal verstummen. Aber wenn nicht, würde sich nach Netflix in der vergangenen Woche der nächste Publikumsliebling in einem defekten Fahrstuhl wiederfinden. Charttechnisch ist die Facebook-Aktie eine äußerst undankbare Angelegenheit, der Kursverlauf wirkt unstrukturiert und fahrig. Man kann zwar einen groben Aufwärtstrendkanal markieren, der besteht aber nur aus dem Minimum an Berührungspunkten (unten zwei, oben einer) und ist daher völlig unbestätigt.

Einzig das markante Hoch vom Januar bei 195,32 US-Dollar dient als guter Ankerpunkt. Sollte diese Wendemarke mit Schlusskursen unter 190 US-Dollar hinreichend deutlich unterboten werden, wäre das ein Signal dafür, dass hier der nächste der großen Tech-Star an der Nasdaq zu fallen beginnt.

FB_2018_07_24

Auch interessant:

Sommerflaute an den Börsen – Nicht mit Optionen! Webinar 16.08.18 Claudia Jankewitz | LYNX
"Negativer DAX-Trend: Unterstützung muss halten" - Interview mit Arthur Brunner | LYNX fragt nach
Ist der russische Markt jetzt für Anleger interessant? Interview mit Robert Halver | LYNX fragt nach
Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN