Börsenblick

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Volkswagen Vz.: Wehe den Bullen, wenn diese Linie bricht!

Anfang des Monats setzte bei den deutschen Automobilaktien eine Bodenbildung ein. Mit der Stabilisierung wuchs die Hoffnung, Trump werde bei dieser Sache mit den 25-Prozent-US-Strafzöllen auf europäische Automobilimporte schon nicht ernst machen. Zumal es noch eine Zeit lang dauern dürfte, bis das Verfahren um festzustellen, ob europäische Autoimporte wirklich eine Gefährdung der nationalen Sicherheit der USA sein können, wie Trump behauptet, über die Bühne ist.

Und dann war da ja noch dieses seltsam, sorgsam medial verbreitete „Geheimtreffen“ des US-Botschafters in Deutschland mit den Chefs der deutschen Autobauer und dessen Vorschlag, die Zölle einfach gegenseitig auf null zu setzen. Das führte dazu, dass der Verkaufsdruck auf die Volkswagen Vorzugsaktie erst einmal nachließ und sogar die Chance auf eine kurzfristige Wende bestand, sofern es gelungen wäre, die Widerstandszone zwischen 146 und 153 Euro zu überwinden.

Was jetzt, so scheint es, allerdings erst einmal vom Tisch ist. Denn Trumps aggressive Statements Richtung China erinnerten die Investoren daran, dass dieser US-Präsident unberechenbar ist und es nichts zu bedeuten hat, wenn er das Thema Euro-Autos mal ein paar Tage nicht behandelt. Der Schrecken, den seine Drohung Richtung China auslöste, das Volumen der von Strafzöllen betroffenen Waren auf 500 Milliarden auszudehnen, trug VW und den anderen Autobauern Spitzenplätze in der DAX-Verliererliste des Freitags ein. Denn wer so handelt, dürfte auch bei den Euro-Autobauern keine Hemmungen haben.

Expertenmeinung: Und mit Blick auf den Chart auf Wochenbasis reiben sich manche Bären wohl schon erfreut die Hände. Denn dieser langfristige Chart zeigt, dass es nicht alleine darum geht, dass die Aktie durch das Freitags-Minus an dieser Widerstandszone 146/153 Euro abgewiesen wurde. Damit bleibt eine Bodenbildung in der Schwebe, die weit mehr ist als eine Basis für kurzfristige Trades. Dieser Chart zeigt es: Diese Bodenbildung ringt um den Bestand der übergeordneten Aufwärtstrendlinie, die die VW Vorzugsaktie seit dem „Dieselgate-Crash“ im Herbst 2015 begleitet.

Diese Linie bei aktuell 141,50 Euro wurde jetzt vier Wochen nacheinander touchiert und gehalten. Das ist eine relativ lange Zeitspanne, es wäre daher dringend geboten, dass sich der Kurs endlich nach oben davonmacht, ansonsten würden die Käufer nervös und die Bären mutiger. Dass die Aktie zum Wochenschluss wieder nahe an dieser Linie landete, kann die Initialzündung für eine bärische Attacke sein, man muss den Wochenstart abwarten.

Sollte diese übergeordnete Trendlinie auf Basis des kommenden Wochenschlusskurses brechen, würde es schnell ungemütlich für die Bullen, denn die nächstgelegene, nennenswerte Unterstützung wäre erst das Jahrestief 2017 bei 124,75 Euro.

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