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Brenntag wieder unter Druck

Brenntag ist einer der Weltmarktführer im Chemiehandel und der Distribution. Das in Deutschland ansässige Unternehmen managt komplexe Lieferketten und erleichtert sowohl Herstellern als auch Nutzern von Chemikalien den Marktzugang zu tausenden von Produkten und Dienstleistungen. Das globale Netzwerk besteht aus mehr als 530 Standorten in 74 Ländern und verbindet weltweit Chemieproduzenten und weiterverarbeitende Industrie.

Langfristig geteiltes Bild

Die starke Stellung innerhalb der Branche lässt sich auch anhand der Zahlen erkennen. In den zurückliegenden zehn Jahren ist der Umsatz von 7,39 auf 11,74 Mrd. Euro gestiegen. Der Gewinn je Aktie hinkt zuletzt allerdings hinterher und stagniert seit 2012 weitgehend. Im Vorjahr lag das Ergebnis bei 2,34 Euro je Aktie.

Fokus auf Profitabilität

In den kommenden Jahren soll sich die Profitabilität aber deutlich verbessern und eine Trendwende erfolgen.  Für das laufende Geschäftsjahr 2018 erwartet der Vorstand einen deutlich steigenden Rohertrag. Gleiches gilt für das EBITDA.

Die Zahlen zum ersten Quartal lassen erste Schritte in die richtige Richtung erkennen. Während der Umsatz bereinigt nur leicht zulegte, stieg das Ergebnis je Aktie von 0,61 auf 0,68 Euro je Aktie.
Währungsbereinigt stieg der Rohertrag auf Jahressicht um 6,6% zu und das operative EBITDA um 10,2%.

Fundamentale Bewertung

In Anbetracht des ersten Quartals scheinen die Prognosen und somit ein Gewinnsprung erreichbar.
Seit meiner letzten Analyse haben sich auch die Markterwartungen für den Gewinn von 2,97 auf 2,99 Euro je Aktie erhöht. Ebenfalls ein positives Zeichen.

Brenntag kommt somit auf ein KGV von 21,5 und ein KGVe von 16,8. Die Dividendenrendite liegt bei 2,2%. Wie erwartet wurde von der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende von 1,05 auf 1,10 Euro je Aktie beschlossen.

Können die Prognose erfüllt werden, ist das Unternehmen aus fundamentaler Sicht weiterhin fair bis attraktiv bewertet. Das KGVe von 16,8 entspricht dem niedrigsten Wert seit 2012, allerdings sind die Wachstumsaussichten heute deutlich besser als damals.
Auch auf Basis des Buchwerts und Price/Sales müssen wir in das Jahr 2012 zurückgehen, um eine günstigere Bewertung zu finden.

Charttechnischer Ausblick

Nach der letzten Analyse hat sich Brenntag wie gewünscht entwickelt und das Kursziel bei 51,50 Euro erreicht. Ein Ausbruch über diese Marke ist dann allerdings nicht gelungen. Dementsprechend ist vorerst mit einer Fortsetzung der Seitwärtsbewegung zu rechnen.
Kurzfristig besteht nun die Gefahr eines Rücksetzers in Richtung 49,00 und darunter bis 47,00 Euro. Nahe der Unterstützung bei 47,00 Euro verläuft auch der Aufwärtstrend. Wird dieser Bereich angesteuert, würde sich ein günstiges Chance-Risiko-Verhältnis für einen Kauf ergeben.

Gelingt hingegen ein direkter Ausbruch über 51,50 Euro, kommt es zu einem Kaufsignal mit einem Kursziel zwischen 54,00 und 55,00 Euro. Darüber würde sich das Chartbild nachhaltig aufhellen.

20180723-brenntag-wieder-unter-druck-tageschart

20180723-brenntag-wieder-unter-druck-langfristig

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