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Evotec: Befreiungsschlag in greifbarer Nähe

Der große Star unter den deutschen Biotech-Aktien war am Donnerstag zwar MorphoSys, aber die Evotec-Aktie folgte dem Anstieg von MorphoSys im Windschatten. Und das nicht, weil die Akteure aufgrund der positiven Nachrichten bei MorphoSys einfach mal querbeet Biotech-Titel einsammelten. Evotec hatte durchaus eigene gute Nachrichten zu bieten. Aus einer Zusammenarbeit mit Bayer fließen jetzt vier Millionen Euro als Meilensteinzahlung. Das ist nicht grandios viel, wenngleich ein eher kleines Unternehmen wie Evotec mit vier Millionen schon einiges anfangen kann. Aber die Größe der Zahlung war auch nicht der entscheidende Punkt. Dieser „Milestone“ erinnerte die Investoren daran, dass Evotec sich in Bezug auf seine Kooperationen sehr breit und klug aufgestellt hat. Die neuen Allianzen mit Sanofi und Celgene mögen bei einigen in den Hintergrund gedrängt haben, dass da noch eine ordentliche Zahl anderer Partner ist, so eben auch Bayer. Und ebenso wie bei MorphoSys, wo durch den Verkauf der Vermarkungslizenz eines Antikörper-Wirkstoffs Geld floss, verstetigt sich der Eindruck: Die Zeit der Ernte, der sprudelnden Gewinne, scheint, nach so vielen Jahren der Aussaat, langsam anzubrechen.

Expertenmeinung: Kann diese Kette positiver Nachrichten dazu führen, dass die Leerverkäufer Evotec endlich freigeben, nicht wie seit Herbst 2016 versuchen, eine Wende auf Höhe entscheidender Widerstände „abzuschießen“? Das ist jetzt durchaus drin. Denn dem Bären-Lager ist schon klar: Wenn der Druck im Kessel zu hoch wird, die Schere zwischen positivem Umfeld und gedrücktem Kurs zu groß wird, kann es leicht zu einem fulminanten Ausbruch nach oben kommen, der für die Leerverkäufer mit blutigen Nasen enden würde. Positiv ist, dass sich Evotec seit Monatsbeginn über der 200-Tage-Linie festsetzen kann. Aber die entscheidenden Charthürden liegen noch über dem aktuellen Kurs. Sie zu erreichen reicht nicht, die Aktie muss sie klar überwinden. Denn schon im Januar hatten wir eine ähnliche Situation: Höhere Zwischentiefs, der Anstieg über die 200-Tage-Linie – und dann doch wieder eine erfolgreiche Verkaufswelle der Bären. 16,70 und 16,92 Euro, die Monatshochs vom März und Januar, das sind die beiden Linien, die diese Aktie überbieten müsste. Darüber wäre der Weg nach oben aus charttechnischer Sicht erst einmal frei.

EVT_2018_07_20

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