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Aareal Bank: Trotz hoher Dividende im Fokus der Short-Seller

Die Aareal Bank AG ist eine auf Immobilienfinanzierungen spezialisierte Bank mit internationaler Ausrichtung und auch in Nordamerika und Asien aktiv.

Im Geschäftsbereich Strukturierte Immobilienfinanzierungen werden nationale und internationale Kunden unterstützt. Dazu gehört auch die Emission von Pfandbriefen, Schuldscheinen und Schuldverschreibungen.

Im zweiten Geschäftsbereich, Consulting & Dienstleistungen, werden gewerbliche Immobilieninvestoren sowie Geschäftskunden aus der Wohnungs- und Immobilienbranche und aus der Energie- und Entsorgungswirtschaft mit Produkt- und Dienstleistungsangeboten betreut.

Langfristig sieht es gut aus

Im Gegensatz zu so mach anderer börsennotierter Bank in Deutschland, war die Zeit nach der Finanzkrise für Aktionäre von Aareal durchaus erfreulich.
Das hat gute Gründe, denn in den zurückliegenden zehn Jahren ist der Umsatz von 550 Mio. auf 932 Mio. Euro deutlich gestiegen. Das Nettoergebnis und somit auch der Gewinn je Aktie haben sich sogar verdreifacht.
Darüber hinaus wurde ab dem Geschäftsjahr 2013 wieder durchgehend eine Dividende gezahlt, inzwischen in erheblichem Umfang. In diesem Jahr lag die Ausschüttung bei 2,50 Euro je Aktie, nach 2,00 Euro im Vorjahr.

Wo liegen die Probleme?

Selbstverständlich profitiert das Bankhaus von einem freundlichen Immobilienmarkt. Daher ist es erstaunlich, dass der Motor zuletzt spürbar stottert. In den Jahren 2015 und 2016 lag der Umsatz jeweils noch knapp über einer Milliarde Euro, 2017 ging es dann auf 932 Mio. Euro abwärts. Damit ist man quasi wieder auf dem Stand von 2014.

Seitdem wieder größere Mittel für Dividenden verwendet werden, scheint das Wachstum zu fehlen und der Gewinn rückläufig zu sein. Das Ergebnis sank in den letzten drei Jahren von 5,66 auf 3,33 und dann 3,20 Euro je Aktie.
Die Lücke zur Dividende schrumpft, droht hier am Ende eine Kürzung der Ausschüttungen? Das würde die Kurse sicherlich unter Druck bringen.

Im Fokus der Short-Seller

Vielleicht ist das einer der Gründe, warum die Papiere der Aareal Bank zuletzt stark leerverkauft wurden. Weitere Sorgen kommen auch mit Blick auf den negativen operativen Cashflow auf.

Veröffentlichungen im Bundesanzeiger zufolge halten derzeit gleich vier Fonds eine bedeutende Short-Position.
Millennium International Management LP hat gleich 1,09% der ausstehenden Aktien leerverkauft, Old Mutual 0,78%, BlackRock 0,60% und AHL weitere 0,50%.

Auf den ersten Blick erscheinen die Positionen in Anbetracht einer Dividendenrendite von 6,7% paradox. Immerhin müssen die Bären die Dividende bezahlen, statt Sie zu erhalten. Doch die nächste Ausschüttung steht eben auch erst Mitte nächsten Jahres an, bis dahin hat man ausreichend Zeit, die Position einzudecken.
An dieser Stelle könnte man durchaus auch noch ein Plädoyer für die in den USA übliche Quartalsdividende einfügen.

Man sollte die Kirche aber auch im Dorf lassen, auch Fonds und große Kapitalanleger wie Blackrock kochen nur mit Wasser und liegen oft genug auch falsch. Die Frage ist auch, welche Absicherungsgeschäft diesen Shorts gegenüberstehen.

Charttechnischer Ausblick

Zunächst sollte darauf hingewiesen werden, dass die Aktie aus charttechnischer Sicht sehr unsauber verläuft. Charttechnische Marken und Trendlinien werden hier außerordentlich oft überschritten oder knapp nicht erreicht. Dieser Umstand sollte in die Planung eines Trades und bei der Wahl eines Stopps unbedingt beachtet werden.

Übergeordnet befindet sich die Aktie in einem Aufwärtstrend und ist bullisch. Die jüngsten Tageskerzen sprechen allerdings eher dafür, dass Aareal am Widerstand bei 40,00 Euro scheitert. Unterhalb von 38,70 Euro wäre die Topbildung bestätigt und es käme zu einem Verkaufssignal mit einem Kursziel nahe 36,50 Euro. Darunter ist mit einer Ausdehnung der Korrektur zu rechnen.
Gelingt hingegen ein Ausbruch über 40,00 Euro, ergibt sich weiteres Potenzial bis an die geradezu aufgereihten Widerstände bei 41,00 sowie 42,00 und 43,00 Euro.

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