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OSRAM: Das kann der Boden sein!

Nach zwei unerwarteten Senkungen des Gewinnziels für 2018, die die Prognose von zunächst 2,40 bis 2,60 Euro pro Aktie auf nur noch 1,00 bis 1,20 Euro nach unten schraubten, muss man sich nicht wundern, dass die Aktie des Leuchtmittelspezialisten OSRAM zu Fallobst wurde. Die Anleger stiegen aus, viele Trader gingen Short und die Analysten senkten ihre Kursziele schnell und drastisch. Dabei sind zwei Gewinnwarnungen in kurzer Zeit schon schlimm genug, aber noch problematischer ist, dass dadurch der Eindruck entsteht, die Unternehmensführung sei von dieser Entwicklung selbst überrascht worden. Wenn da eine unsichere makroökonomische Perspektive und ein zu starker Euro als Gründe ins Feld geführt werden, geht natürlich bei den Anlegern ebenso wie bei den Analysten eine Augenbraue hoch. Denn dass diese Faktoren die Perspektive belasten, weiß man nicht erst seit ein paar Monaten. Eine Chance für die Aktie ist, dass man derzeit vorsichtig die Karte spielt, dass sich der Handelskrieg womöglich doch auf kleiner Flamme halten ließe und vielleicht schnell bereinigt wird. Und der starke Euro, der OSRAM’s Margen im außereuropäischen Geschäft belastet, ist ja auch nicht mehr so stark. Aber:

Expertenmeinung: Das Misstrauen dürfte so schnell nicht verschwinden. Und die Hoffnung, dass ein Handelskrieg entweder in einem engen Rahmen bleibt oder bald beigelegt wird, ist eben momentan absolut nicht mehr als das: eine Hoffnung, ein Strohhalm. Dass die Aktie für diese deutliche Reduzierung der Gewinnperspektive jetzt hinreichend „gebüßt“ hat, darf man zwar annehmen. Und damit ist die Chance, dass es gelingt, auf dem aktuellen Kursniveau einen Boden zu bilden, gar nicht schlecht. Bislang ist es gelungen, das markante Jahrestief 2016 bei 34,25 Euro auf Wochenschlusskursbasis einigermaßen zu verteidigen. Und sollte OSRAM auf dem Niveau des Mittwochabends oder höher aus dieser Woche gehen, würde daraus im hier abgebildeten Chart auf Wochenbasis ein kleiner „Morning Star“ entstehen. Aber auch, wenn sich daraus dann grundsätzlich eine Chance für einen Long-Trade ergeben würde: Solange OSRAM nicht wieder mit besseren Prognosen oder einer ermutigenden Bilanz des zweiten Quartals (terminiert für den 1. August) aufwarten kann, sollte man nicht erwarten, dass dieser Boden die Basis einer Super-Rallye werden könnte. Die Aktie wäre auch im Fall eines tragenden Bodens derzeit eher etwas für mittel- bis langfristige Anleger, die ein wenig Geduld mitbringen.

OSR_2018_07_19

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