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Gold: Und jetzt noch einmal 100 US-Dollar nach unten?

Schon Mitte Juni verfestigte sich der Eindruck, dass das Bären-Lager den Goldpreis im Griff hat. Da wurde der Versuch einer Bodenbildung im Bereich 1.290/1.300 US-Dollar durch einen starken Abwärtsimpuls torpediert. Und seither lassen die Bären Gold nicht mehr aus ihren Fängen. Die einzige Gegenreaktion seither wurde Anfang des Monats genau auf Höhe der 20-Tage-Linie abgewiesen. Ein klares Signal für bärische Dominanz. Und die wieder anziehenden Aktienmärkte liefern den Bären die nötigen Argumente: Die Lage ist tadellos, der Handelskrieg kein ernsthaftes Problem, sichere Häfen damit nur unnötig gebundenes Kapital. So kann man es sehen, wenn man den Beteuerungen derer glaubt, die im Fall einer kippenden Weltwirtschaft viel zu verlieren hätten. Aber ob die Marktteilnehmer ernstlich glauben, dass die dunklen Wolken am Horizont nur Einbildung sind, ist nicht der Punkt:

Solange das bärische Lager imstande ist, das Abwärts-Momentum aufrechtzuerhalten, wagt kaum jemand, dagegenzuhalten. Und nachdem am Dienstag die markante Unterstützung in Form des Dezember-Tiefs bei 1.236 US-Dollar mit Schwung durchschlagen wurde, erst recht. Denn damit wäre das unmittelbare Kursziel eines Abwärtsimpulses unterboten. Und in Bezug auf dieses Niveau um 1.236 US-Dollar geht es nicht nur um dieses Dezember-Tief, wie unser Chart auf Wochenbasis deutlich macht: Dort verläuft auch die aus dem Herbst 2015 stammende Aufwärtstrendlinie. Sollte die fallen, läge die nächste mittelfristig relevante Unterstützung erst bei 1.123 US-Dollar, das war das Tief vom Dezember 2016. Da wären also grundsätzlich noch einmal 100 US-Dollar nach unten drin, sollte es den Bären gelingen, diese derzeit unterbotene Unterstützung auch auf Basis des Wochenschlusskurses am Freitagabend über sich zu lassen. Verlockend. Man wird es also wohl versuchen. Aber:

Grundsätzlich ist der Umstand, dass hier aus charttechnischer Sicht das Wochen-Zeitraster eine wichtige Rolle spielt, auch noch eine letzte Chance, diese Linie bis Freitag zurückzuerobern. Die Frage ist, wer dahingehend motiviert sein könnte. Antwort: Dieselbe Klientel, die diesen sich jetzt anbietenden Abwärtsspielraum nutzen könnte. Vorausgesetzt, man wäre hier massiv Short und hätte eigentlich ein Kursziel bei 1.236 US-Dollar, wäre es eine taktisch clevere Finte, Gold kurzeitig unter diese wichtige Linie zu drücken. Denn man darf erwarten, dass knapp darunter viele Stop Loss-Verkaufsorders von Long-Positionen liegen. Werden die ausgelöst, erzeugt das massiven Verkaufsdruck. Der auch entsprechend aufkam. In den hinein ließe es sich für bärische Trader perfekt Short-Positionen eindecken, ohne dadurch den Goldpreis unnötig weit nach oben zu ziehen. Was der Fall wäre, würden Eindeckungen, d.h. die Käufe zum Schließen von Short-Trades, über dieser Unterstützung stattfinden und so auf geringen Verkaufsdruck treffen. So gesehen:

XAUUSD_2018_07_19_Day

Erst, wenn Gold auch morgen Abend klar unter 1.236 US-Dollar schließen würde, ließe sich unterstellen, dass das Gros der Bären auf einen weiteren Abstieg Richtung 1.123 US-Dollar setzt … das wäre dann eine Basis, um sich den Ausbau bestehender Short-Trades zu überlegen und zugleich eine Möglichkeit, den Stop Loss Short enger, in die Region um 1.240 US-Dollar, nachzuziehen.

XAUUSD_2018_07_19_Week

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