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thyssenkrupp: Es regnet Chefs … reicht das für die Wende?

Erst geht der Vorstandsvorsitzende Hiesinger Anfang des Monats, jetzt Aufsichtsratschef Lehner: Die Chefsessel beim Industrie- und Stahlkonzern thyssenkrupp sind Schleudersitze geworden, seitdem die Großaktionäre aufmucken. Die Investmentgesellschaften Elliott und Cevian, die mittlerweile nennenswerte Anteile halten, sprechen sich für eine Aufspaltung des Konzerns aus. Die Krupp-Stiftung als ein anderer großer Anteilseigner ist vehement dagegen, insbesondere mit Verweis auf den mit einer (der Zerschlagung gleichkommenden) Aufspaltung einhergehenden Verlust vieler Arbeitsplätze.

Offenkundig finden sich weder im Vorstand noch im Aufsichtsrat einheitliche Ansichten hierzu. Und die heftig umstrittene Zusammenlegung der Stahlsparte mit den europäischen Aktivitäten des indischen Riesenkonzerns Tata dürfte die Sache noch komplizierter machen. Die Aktie reagierte auf Lehners Abgang ebenso mit einem Kurssprung wie auf die Demission Hiesingers. Aber ist diese Reaktion „richtig“ und damit nachhaltig? Eines sollte man nicht übersehen:

Expertenmeinung: Der Kurssprung, den die thyssenkrupp-Aktie nach Heinrich Hiesingers Rücktrittsangebot Anfang Juli vollzog, wurde in den Tagen danach komplett egalisiert. Als die Anleger am Dienstagmorgen auf den Rücktritt Ulrich Lehners reagierten, kam die Aktie von einem Niveau, das sie bereits vor Hiesingers Abgang erreicht hatte. Und man darf sich durchaus die Frage stellen, wieso der Rücktritt der beiden Köpfe des Konzerns diese verfahren wirkende Situation lösen sollte.

Noch wirken diese Käufe wenig fundiert, wie reine Hoffnungskäufe oder vorsichtshalber vorgenommene Eindeckungen von leer verkauften Aktien. Die thyssenkrupp-Aktie hat zudem dadurch nur verhindert, unter das schon wieder gefährlich nahe gekommene, bisherige Jahres-Verlaufstief vom 27. Juni bei 19,87 Euro abzurutschen. Aber für ein bullisches Signal reicht das noch nicht. Die Aktie müsste mindestens über 23 Euro schließen und dadurch das Zwischenhoch nach dem Hiesinger-Rücktritt ebenso wie die 20-Tage-Linie überwinden. Dann wäre hier ein Doppeltief vollendet, das Basis eines zumindest aus charttechnischer Sicht potenziell tragfähigen neuen Aufwärtstrends sein könnte. Aber auch dann wäre angesichts dieser chaotisch wirkenden Gemengelage ein vorsichtiges Vorgehen angeraten.

Chart vom 17.07.2018, Kurs 22,48 Euro, Kürzel TKA

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