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Nasdaq 100: Auf Biegen und Brechen!

Das unerwartet schlechte Quartalsergebnis von Netflix setzte dem Nasdaq 100 am Dienstag anfangs spürbar zu. Die Aktie ist im Index kein Leichtgewicht mehr. Und als sie zum Handelsstart mit einem Minus um 13 Prozent ins Rennen ging, ächzte das Gebälk des Index erheblich. Aber dann begannen erste Rückkäufe bei Netflix. Und nicht nur das, es wirkte, als würde man um die „Schadstelle“ drum herum kaufen, einfach andere Aktien mit hoher Gewichtung gezielt einsammeln, so z.B. amazon.com oder Facebook. Wieso?

Es ist zwar richtig, dass ein schwaches Ergebnis bei Netflix kein Grund ist, auch bei den anderen „FAANG“-Aktien Facebook, Apple, amazon.com und Alphabet unerfreuliche Ergebnisse zu unterstellen. Einerseits, weil Netflix in einem anderen Feld agiert, andererseits, weil dort die Erwartungen auch immens hoch gesteckt waren. Aber dass man zumindest vorsichtiger würde, hätte man doch erwarten können. So wirkte es, als wolle man den Nasdaq 100 auf Biegen und Brechen im Bereich seines am Montag erreichten Rekordhochs bei 7.390 halten, was dann im Handelsverlauf auch noch überboten wurde.

Dass da mit der Brechstange agiert wurde, dieser Schein dürfte nicht trügen. Denn übermorgen steht wieder einmal die Abrechnung von Index-Optionen an. Und da scheint es einige große Adressen zu geben, die sich durch Netflix nicht die Petersilie verhageln lassen wollen. Was nicht einmal ein allzu gefährliches Spiel ist. Jedenfalls nicht im ganz kurzfristigen Zeitraster.

Expertenmeinung: Denn ein nahender Verfalltermin oder Hexensabbat, wie man diese Options-Abrechnungen nennt, intensiviert gemeinhin einen vorbestehenden Trend. Der weist nach oben, also können diejenigen, die den Nasdaq 100 am Dienstag aus dem Minus ins Plus und auf neue Hochs gezogen haben, davon ausgehen, dass das Gros der großen Akteure am Terminmarkt mit ihnen an einem Strang zieht. Zwar fällt dieses „Zugpferd“ ab kommender Woche weg, aber bis dahin wäre man mit diesen sturen Käufen auf der einigermaßen sicheren Seite, vorausgesetzt, es kämen keine dramatisch negativen Nachrichten, die den Aktienmarkt erheblich ins Wanken brächten.

Ab Montag aber wird sich weisen, aus welchem Holz diese Rallye geschnitzt ist, zumal in der kommenden und der darauffolgenden Woche nahezu alle Quartalsergebnisse der Nasdaq-Schwergewichte auf den Tisch kommen. Und immer dann, wenn wie jetzt einfach vorausgesetzt wird, dass diese Quartalsbilanzen herausragend und weit besser als erwartet ausfallen werden, ist das Eis dünner, als es scheint.

Fazit: Für den Moment ist es gelungen, trotz Netflix die Spur zu halten, aber ab kommender Woche kann – muss aber nicht – sich das ändern. Jetzt bereits einfach auf Verdacht dagegen zu halten und Short zu gehen, könnte also sehr daneben gehen. Aber enge Stop Loss auf der Long-Seite wären, mit Blick auf die Zeit nach dieser Options-Abrechnung, erste Trader-Pflicht!

Chart vom 17.07.2018, Kurs 7.403,89 Punkte, Kürzel NDX

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