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Daimler wird hier seit Jahren gekauft, das sollte man sich anschauen

Die in Stuttgart ansässige Daimler AG zählt zu den bedeutendsten Herstellern von Premium-Fahrzeugen und ist einer der weltweit größten Nutzfahrzeug-Hersteller.
Das Unternehmen bietet auch Services im Bereich Finanzierung, Leasing, Flottenmanagement, Versicherungen und innovative Mobilitätsdienstleistungen an.
Der Konzern ist in die fünf Segmente Mercedes Benz Cars, Mercedes Benz Vans, Daimler Trucks sowie Daimler Bus und Daimler Financial Services gegliedert.

Das muss man einfach mal wahrnehmen

Betrachter man die langfristige Entwicklung dürften viele überrascht sein. Denn der als träge wahrgenommene Konzern wächst tatsächlich konstant.
In den letzten zehn Jahren stieg der Umsatz von 98,5 auf 164,3 Mrd. Euro, lediglich 2009 war ein Rückgang zu verzeichnen.
Auch beim Gewinn geht es voran, das Ergebnis kletterte im selben Zeitraum von 1,40 auf zuletzt 9,84 Euro je Aktie.

Die jüngste Vergangenheit bildet hier keine Ausnahme, alleine seit 2014 stiegen die Einnahmen um nahezu 35 Mrd. Euro und erreichten im Vorjahr einen neuen Rekordwert. Das entspricht einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 8% per annum.
Der Gewinn legte in dieser von 6,51 auf 9,84 Euro je Aktie zu, im Jahresdurchschnitt also um mehr als 14%.

Das Problem ist wohl eher der Ausblick, denn in diesem und im nächsten Geschäftsjahr soll der Gewinn weitgehend auf der Stelle treten. Daimler kommt somit auf ein KGV von 6,0 und ein KGVe von 6,3. Die Dividendenrendite liegt bei 6,3% und ist gut finanziert.

Man kann die Bewertung wohl kaum als ambitioniert oder hoch bezeichnen. In den letzten 5 und 10 Jahren lag das KGV durchschnittlich bei 9.
Nach dem jüngsten Kurssturz wäre aus fundamentaler Sicht also durchaus wieder Potenzial vorhanden. Daimler ist in jedem Fall…

Alles andere als langweilig!

Viele Marktteilnehmer haben Daimler in eine Schublade gepackt, langweilig und kaum Wachstum. Die Realität sieht aber, wie wir bereits gesehen haben, etwas anders aus und in den letzten Monaten hagelte es geradezu Schlagzeilen.

Anfang des Jahres kursierten immer wieder Gerüchte, wonach der chinesische Autobauer Geely bei Daimler einsteigen und eine Beteiligung von 5% erwerben wolle. Die Verhandlungen scheiterten aber wohl.
Im Februar wurde bekannt, dass die Chinesen dann kurzerhand knapp 10% der Daimler-Aktien über die Börse erworben hatten. Ein Paukenschlag, doch den Kursen half es erstaunlicherweise nicht.

Eher schwarze Wolken gehen vom Handelsstreit zwischen den USA und China aus. Immer wieder werden vonseiten Trumps auch Strafzölle gegen deutsche Autobauer ins Spiel gebracht. Die Dieseldebatte scheint ebenfalls kein Ende zu nehmen und auch bei Daimler könnten wohl 600.000 Fahrzeuge betroffen sein.

Prognose gekappt

Die beschlossenen Zölle belasten bereits das Geschäft und Ende Juni mussten die Stuttgarter ihre Prognose kappen. Daimler erwartet demnach ein EBIT „leicht unter dem Vorjahresniveau“. Am stärksten betroffen scheint die Nutzfahrzeugsparte Mercedes Benz Vans.

Maßgeblich für die niedrigere Prognose waren erhöhte Einfuhrtarife für US-Fahrzeuge in den chinesischen Markt, geringere SUV-Absätze sowie höhere und nicht vollständig an die Kunden weiterzugebende Kosten.

Es war also durchaus nachvollziehbar, dass es mit der Aktie eine Etage tiefer ging. Die negativen Meldungen sollten aber inzwischen eingepreist sein. Bei einer Dividendenrendite von über 6%, sollte es für Daimler nun eigentlich einfach sein, besser als der Dax abzuschneiden. Denn 6% entspricht schon nahezu der durchschnittlichen Jahresrendite des deutschen Leitindex.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie hat eine größere Abwärtsbewegung vollzogen, scheint an der bedeutenden Unterstützung nahe 55,00 Euro aber wieder auf Interesse zu stoßen. Zwischen 51,00 und 55,00 Euro wurde die Aktie in den letzten Jahren immer wieder aufgefangen und es macht derzeit den Anschein, dass das auch dieses Mal wieder der Fall sin wird.
Ausgehend vom aktuellen Niveau besteht weiteres Potenzial in Richtung 60,00 Euro. Darüber würde sich die Lage wieder aufhellen und den Weg bis 63,50 Euro freimachen.

Fällt die Aktie hingegen unter 55,00 Euro, kommt es zu einem Verkaufssignal mit einem Kursziel bei 51,00 Euro. Hier muss die Lage dann neu sondiert werden, doch der Bereich würde wohl eine Vielzahl langfristig orientierter Investoren anlocken.

20180718-daimler-wird-hier-seit-jahren-gekauft-Tageschart

20180718-daimler-wird-hier-seit-jahren-gekauft-langfristig

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