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Nemetschek: Rekorde auf dünnem Eis?

Ein neuer Verlaufs- und Schlussrekord kommt gemeinhin nicht ohne Grund zustande. Aber das alleine sollte nicht dazu führen, dass man einem solchen Vorstoß in „uncharted territory“, in eine Zone ohne charttechnische Hürden, unbedingt folgen muss. Denn erst, wenn man hinter den Grund eines solchen Allzeithochs persönlich einen grünen Haken machen kann, wäre zu erwägen, mitzuhalten. Und im Fall der Aktie des Bau- und Architektursoftware-Spezialisten Nemetschek sollte man sich das genau überlegen.

Denn neue Nachrichten kamen nicht, die diesen Sprung zum Start in die neue Handelswoche ausgelöst hätten. Die Quartalsbilanz steht erst in zehn Tagen, am 27. Juli, an. Es war die Charttechnik, die diese kleine Rallye beförderte. Und auch, wenn die dadurch im Chart vorliegende Konstellation tadellos wirkt, weiß man als Investor heute noch nicht, ob sie sich nicht schon in zehn Tagen mit dem dann präsentierten Zahlenwerk beißen könnte.

Expertenmeinung: Sie sehen im Chart, dass Nemetschek Ende vergangener Woche zunächst aus einer keilförmigen Konsolidierung nach oben ausbrach. Das bisherige Rekordhoch lag da noch als Widerstand im Weg, Somit dass die Käufe sich in Grenzen hielten. Aber als die Aktie zum Wochenstart Fahrt aufnahm, wurde auch diese letzte Hürde überboten. Nur war das eben ein rein charttechnisch basierter Ausbruch.

Kurzfristige Trader reagierten auf das bullische Signal, indem sie auf den Zug aufsprangen, Stop Loss-Kauforders von bestehenden Short-Positionen wurden ausgelöst und förderten den Kursanstieg noch. Aber auf der Gegenseite kann der Umstand, dass diese Aktie bereits ungewöhnlich „teuer“ ist, schwer wiegen. Auf Basis der für das kommende Jahr 2019 geschätzten Gewinne errechnet sich mit dem gestrigen Rekordhoch ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von über 50 – das ist alles, nur kein „Schnäppchen“.

Für das bullische Lager wäre es daher wichtig, die Dynamik dieses Ausbruchs aufrechtzuerhalten, denn sollte es jetzt zu einer Stagnation kommen, das „alte“ Hoch bei 111 Euro womöglich wieder unterboten werden, kann es durch die hohe Bewertung schnell zu Gewinnmitnahmen kommen, die, solange das am 27. Juli anstehende Zahlenwerk die hohe Bewertung nicht durch starke Ergebnisse rechtfertigen würde, auch schnell zurück an den Ausgangspunkt dieses Aufwärtsimpulses im Bereich 99/101 Euro führen können.

NEM_2018_07_17

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