Börsenblick

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Deutsche Bank: Halbe Wende nach halben Zahlen

Die Deutsche Bank-Aktie an der Spitze der DAX-Gewinnerliste? Und dann auch noch mit einem Plus von über sieben Prozent? Das hat Seltenheitswert. Kommt da noch etwas nach, ist das womöglich mehr als eine Eintagsfliege, die durch von Käufen überrumpelte Leerverkäufer ausgelöst wurde? Das könnte sein. Aber noch ist das nicht entschieden. Ob wir hier nicht nur eine Gegenreaktion nach oben sehen, sondern den Abschluss einer Bodenbildung, die Wende auf kurz- und womöglich sogar mittelfristiger Ebene, hängt von zwei Dingen ab:

Von der Charttechnik und den auf den 25. Juli terminierten Ergebnissen des zweiten Quartals. Denn ja, diese Rallye basierte auf einer Vorabmeldung des Geldhauses, dass man im abgelaufenen Quartal wohl um die 400 Millionen Euro nach Steuern Gewinn erzielt habe, weit mehr als die im Schnitt von den Analysten erwarteten 180 bis 200 Millionen. Aber warum hat die Deutsche Bank es so eilig, diese guten Nachrichten an den Anleger zu bringen? Wäre es nicht besser, diese Zahlen in einem breiteren Kontext abzubilden, mit Umsatz, Kostenstruktur etc., wie das eine vollständige Bilanz bieten wird?

Expertenmeinung: Was die Kostenziele angeht, hieß es gestern vom Geldinstitut, die werde man für das Gesamtjahr erreichen. Auch gut. Aber es bleibt ein halbes Bild. Und solange offen ist, ob sich auch die Gesamtkonstellation so positiv darstellt, was gerade deswegen nicht wirklich sicher sein kann, weil die Bank diese „good news“ so hurtig auf den Tisch gelegt hat, sollte man zwar interessiert verfolgen, ob sich da wirklich eine Wende anbahnt, mit dem sofortigen Sprung auf diesen aus dem Stand davongezogenen Zug aber vorsichtig sein. Zumal die Aktie dadurch an, aber nicht über einen entscheidenden Widerstand gelaufen ist.

Sie sehen im Chart, dass diese Rallye die Aktie an die bereits durch drei Punkte definierte und dadurch als relevant bestätigte Februar-Abwärtstrendlinie geführt hat. Diese Hürde bei aktuell 10,45 Euro muss auf Schlusskursbasis überboten werden, erst dann wäre das hier mehr als eine Gegenbewegung innerhalb eines intakten Abwärtstrends. Und deutlich sattelfester würde sich die unbestritten dadurch nahe einer Vollendung befindliche Bodenbildung zeigen, wenn die Deutsche Bank-Aktie darüber hinaus auch noch den Widerstand in Form des April-Tiefs bei 10,82 Euro überwinden würde und die kommende Woche anstehende Bilanz auch in anderen Bereichen zu überzeugen vermag!

Chart vom 16.07.2018, Kurs 10,31 Euro, Kürzel DBK

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