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ISRA Vision: Jetzt muss man vorsichtig werden

Im zweiten Quartal gehörte die ISRA Vision-Aktie zu den ganz großen Stars des deutschen Aktienmarkts. Der Kurs verdoppelte sich zwischen Anfang April und Ende Juni nahezu. Es ist zwar nicht so, dass die Aktie des Herstellers von Hard- und Software zur optischen Überwachung und Steuerung von komplexen Produktionsprozessen vorher einen Dornröschen-Schlaf absolviert hätte, aber nachdem ISRA Vision im März in den TecDAX aufgestiegen war, lief sie nach kurzer Anlaufzeit wie geschnitten Brot.

Ein Grund ist natürlich, dass sich das Unternehmen in einem Bereich bewegt, der eine ausgezeichnete Zukunftsperspektive hat, was sich auch darin manifestiert, dass Umsatz und Gewinn in den vergangenen Jahren konstant zugelegt hatten. Ein anderer mag darin liegen, dass dieser innovative Bereich eher nicht in den Sog von US-Strafzöllen geraten dürfte und nicht wenige in ISRA Vision deshalb eine gute Alternative zu ggf. gefährdeten, konjunktursensiblen Aktien sehen. Aber eine Verdoppelung des Kurses ohne neue Nachrichten, im Vorfeld der erst Ende August anstehenden, nächsten Quartalszahlen, das macht die aktie für den Moment nur „teurer“ … und verlockt dazu, Gewinne mitzunehmen. Was sich im Kursbild niederschlägt, denn da häufen sich die Warnsignale:

Expertenmeinung: Seit Ende Juni reihen sich in kürzester Zeit zwei „bearish engulfing pattern“ und zuletzt ein nicht ganz perfekter „evening star“ aneinander. Hinzu kommt, dass die kleinen Zwischenhochs seit dem Erreichen des bisherigen Verlaufsrekords (59,70 Euro am 28. Juni) sukzessive tiefer liegen. Nur eine Konsolidierung? Das ist möglich. Aber Vorsicht, wenn die 20-Tage-Linie bricht. Denn dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass hier eine größere Korrektur ansteht, erheblich. Und dass ISRA Vision momentan Mühe hat, sich von dieser zuletzt immer öfter getesteten Linie zu lösen, unterstreicht: Jetzt sollte man genau hinsehen. Sie sehen im Chart, dass diese 20-Tage-Linie bereits im Mai und Juni mehrfach die Ausgangsbasis für neue Aufwärtsimpulse wurde.

Dass das derzeit nicht gelingt, diese Linie aber unübersehbar eisern verteidigt wird, deutet an, dass viele bullische Akteure diesen gleitenden Durchschnitt als Leitstrahl der Rallye erkannt haben und sich knapp darunter entsprechend abgesichert haben. Sollte die 20-Tage-Linie fallen, kann das daher einen schnellen Abverkauf auslösen. Und die kurzzeitig dramatisch und bis zu 18 Prozent ausmachenden Abgaben an dem Tag, an dem die Aktie ihr bisheriges Rekordhoch erreichte, macht klar, dass bei dieser eher marktengen Aktie schnelle, weitreichende Impulse leicht möglich sind. ein Stop Loss mit einem oder zwei Euro „Toleranz“ unter dem derzeit bei 54,31 Euro verlaufenden 20-Tage-Durchschnitt wäre daher für Long-Trades unbedingt zu überlegen.

Chart vom 13.07.2018, Kurs 55,60 Euro, Kürzel ISR

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