Börsenblick

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DAX: Noch ist das für die Bullen brotlose Kunst

Im Wochenverlauf hatte man mit Blick auf die mediale Berichterstattung den Eindruck, die Zuversicht würde an den deutschen Aktienmarkt zurückkehren. Positive Nachrichten wurden herumgereicht. China und die USA würden in Kürze wieder miteinander reden, die neue Liste mit potenziellen US-Strafzöllen sei nur ein Druckmittel, um Peking an den Verhandlungstisch zu zwingen. Und das mit den Strafzöllen gegen europäische Autos, das werde schon noch abgebogen, immerhin stehen da kommende Woche auch Gespräche mit der EU auf dem Programm. Was indes auffiel: Etwas wirklich Greifbares hatten diejenigen, die wirkten, als wollten sie die Bullen durch das Verbreiten guter Laune wiederbeleben, nicht zu bieten. Und sieht man sich die Wochenbilanz des DAX an, stellt man fest:

Auch der konnte in der vergangenen Woche wenig bieten. Während der Dow Jones in der abgelaufenen Woche über 500 Punkte zulegte, der Nasdaq 100 neue Rekordhochs markierte, belief sich die Wochenbilanz des DAX auf gerade einmal 44 Pluspunkte. Und die hatte er bereits am Montagmorgen zur Eröffnung erreicht, was heißt: Diese Woche wurde am Ende eine Nullnummer und führte im Chart auf Wochenbasis zu einem perfekten Doji, also einer Kerze ohne Kerzenkörper, weil Eröffnung und Schluss auf demselben Niveau liegen. Damit ist der Schwung der Erholung aus der vorangegangenen Woche dahin.

Bullen und Bären scheinen derzeit gleich stark. Und damit ist die Chance, sich nach oben abzusetzen von der Ausgangslage her grundsätzlich nicht größer als das Risiko, in dieser Woche schon wieder nach unten abzudrehen. Wobei sich das Pendel sogar ein wenig in Richtung der Bären neigt, wenn man sich über das mittelfristige Bild auf Wochenbasis hinaus den Tageschart ansieht:

Chart vom 13.07.2018, Kurs 12.540,73 Punkte, Kürzel DAX

Der DAX ist derzeit erst am unteren Ende einer breiten Widerstandszone angekommen, die bei 12.547 Punkten beginnt und bis hinauf ans Mai-Hoch bei 13.204 Punkten reicht. Um dort durchzukommen, braucht es mehr als positiv interpretierte offene Fragen. Das, was bislang an Fakten auf dem Tisch liegt, ist wenig angetan, eine wirklich glaubwürdige Kaufwelle auszulösen. Das mag ein entscheidender Grund sein, weshalb der Anstieg über die 20-Tage-Linie, im Tageschart blau, im Wochenverlauf keine Anschlusskäufe auslöste. Am Freitag landete der Index erneut über diesem gleitenden Durchschnitt, den man aktuell als eine Art untere Verlängerung der vorgenannten Widerstandszone sehen kann. Ob es heute die Anschlusskäufe gibt, die vergangene Woche ausblieben?

Möglich ist das natürlich, aber an der Nachhaltigkeit einer Rallye darf man zweifeln, solange sich in Bezug auf den Handelskrieg keine belastbar positiven Nachrichten einfinden, solange der Euro zum US-Dollar seine Abwärtsbewegung durch ein Unterschreiten der 1,15er-Marke nicht wieder aufnimmt und solange man zudem angesichts der zuletzt aufgetauchten Gewinnwarnungen Sorge haben muss, dass die jetzt langsam anlaufende Saison der Quartalsbilanzen für die deutschen Unternehmen kein Quell der Freude wird. Schon ein Schlusskurs unter dem Verlaufstief der Vorwoche (12.398 Punkte) wäre ein Indiz dafür, dass das derzeitige, durch den Doji auf Wochenbasis ausgedrückte „Patt“ in einen neuen Abwärtsimpuls übergehen könnte.

Chart vom 13.07.2018, Kurs 12.540,73 Punkte, Kürzel DAX

 

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