Börsenblick

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Schaeffler: Nur eine Rallye mit begrenzter Haltbarkeit?

Die Aktie des vor allem die Automobilindustrie beliefernden Schaeffler-Konzerns war Ende Mai gerade dabei, eine schöne Bodenbildung abzuschließen und den Abriss des Kurses, der Anfang Februar durch die Präsentation einer problematischen Jahresprognose ausgelöst wurde, zu heilen, da kam die erneute Drohung des US-Präsidenten gegen die europäischen Autobauer – und schon war es vorbei mit der Bodenbildung. Die vorbestehenden Jahrestiefs wurden durchbrochen, zuletzt sogar das 2017er-Tief bei 11,30 Euro unterboten. Der Grund war die Sorge, dass das Problem, das im Februar den Selloff ausgelöst hatte, jetzt noch schlimmer wird: Margendruck. Denn die Gewinnmargen konnten zuletzt nicht mit dem Umsatzanstieg mithalten.

Und man weiß: Wenn die Automobilkonzerne ihrerseits Druck auf die Gewinne verspüren, sind es die Zulieferer, auf die man das sofort abzuwälzen versucht, nicht die Kunden. So gesehen war es zwar nachvollziehbar, dass die Chance, dass die Autobauer um den 25-Prozent-Strafzoll der USA herumkommen, auch bei Schaeffler zu Käufen führte, weil man so hofft, dass die Sorge, die Margen könnten noch mehr sinken, wenn die Autoindustrie unter diesen Strafzöllen leidet, vom Tisch ist. Aber:

Expertenmeinung: Davon abgesehen, dass es sehr fraglich ist, dass das Thema dieser Strafzölle damit erledigt wäre (siehe dazu auch unsere heutige Analyse zu der VW- Vorzugsaktie) stehen die großen Automobilkonzerne auch so schon vor der Problematik zusehends schwierigerer Marktbedingungen und den hohen Kosten durch den Weg hin zur Elektromobilität. Bestenfalls könnte man davon ausgehen, dass sich der Margendruck bei Schaeffler nicht noch verschlimmert. Aber das wäre für eine echte Trendwende der Aktie eigentlich zu mager.

Denkbar wäre, sollte sich die Lage in Bezug auf die Automobil-Strafzölle wirklich beruhigen, dass die Aktie in die zwischen Februar und Ende Juni bestehende Handelsspanne zwischen 12 und 14 Euro zurückkehrt. Aber auch das wäre erst dann den Gedanken an einen Long-Trade wert, wenn dieser Wiedereintritt in die Trading-Range mit einem Schlusskurs, der neben der unteren Begrenzung des Spanne bei 12 Euro auch die aktuell bei 12,14 Euro verlaufende 20-Tage-Linie überbietet, ein Fakt wäre und nicht nur denselben Charakter einer vagen Chance hat wie der Verzicht der USA auf diese Strafzölle.

Chart vom 05.07.2018, Kurs 11,35 Euro, Kürzel SHA

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