Börsenblick

Zurück Juli Weiter
Zurück 2018 Weiter

RWE: Die Defensiv-Aktien kommen ins Rollen!

Nachdem RWE Ende April die Super-Dividende von 1,50 Euro ausbezahlt hatte, durch die man die Aktionäre mit dem darin enthaltenen Bonus von einem Euro an dem Geldsegen der Rückzahlung der Brennelemente-Steuer teilhaben ließ, kam die Aktie einfach nicht mehr in Schwung. Dieser Dividendenabschlag wollte und wollte nicht aufgeholt werden. Zwar hielt sich RWE in etwa auf dem Level, das als Reaktion auf die Straffung der Strukturen zusammen mit E.ON im März erreicht wurde. Aber mehr passierte eben nicht. Was eher überraschend war, denn der DAX lief sukzessive schlechter, die Verunsicherung der Investoren in Bezug auf die Wachstumsperspektiven nahm zu, besonders zyklische, konjunktursensible Aktien wie die Autobauer, Lufthansa oder Infineon, gingen in den Sinkflug über. Aber niemand, schien es, wollte eine sonst gerade in solchen Phasen gesuchte defensive Aktie wie RWE haben. Doch kaum war das zweite Quartal vorüber, änderte sich das: Seit das dritte Quartal begonnen hat, lautet die Bilanz für RWE: drei Handelstage, drei Kursgewinne. Woher kommt diese plötzliche Wiederbelebung einer im zweiten Quartal im Saldo kaum veränderten Aktie?

Expertenmeinung: Womöglich gerade aus dieser Richtung. Für die Fonds war mit RWE im zweiten Quartal nichts zu verdienen. Da lässt man eine solche Aktie gerne so lange liegen, bis die Performance des endenden Quartals am Ultimo den Sparern präsentiert wird. Doch dann wird oft neu disponiert, entschieden, was im neuen Quartal laufen könnte und was eher nicht. Und es hat den Eindruck, dass nicht wenige große Adressen davon ausgehen, dass dieses Sommerquartal kein gutes für zyklische Aktien wird. RWE als Defensiv-Titel ist auf einmal gesucht – und das kann durchaus die Basis eines größeren Aufwärtsimpulses sein. Der Start der Bewegung lief aus charttechnischer Sicht schon einmal sehr günstig: Ein Impuls von der 200-Tage-Linie aus, der mit einem MACD-Trendfolgeindikator einhergeht, der genau auf seiner Signallinie wieder nach oben dreht und damit das vorbestehende Kaufsignal des Indikators bestätigt. Zwar würde die Aktie schon bei 21,75 Euro (Abwärtstrendlinie), 22,20 Euro (das bisherige Jahres-Verlaufshoch) und 23,32 Euro (Jahreshoch 2017) auf möglicherweise nicht leicht zu überbietende Widerstände treffen, sobald es gelingt, das die Aktie am Mittwoch noch bremsende Dezember-Hoch bei 20,90 Euro unter sich zu lassen. Aber wenn die Wolken in Bezug auf die Rahmenbedingungen weiterhin dunkler werden, könnte das allemal bis zum Herbst gelingen.

Chart vom 04.07.2018, Kurs 20,92, Kürzel RWE

Auch interessant:

Findet ein Angriff auf Europa statt? Interview mit Arthur Brunner | LYNX fragt nach
DAX am Scheideweg: Erholung oder Kursabfall? | LYNX Marktkommentar
Kommt das Ende der Hausse? So stellen Sie Ihr Depot richtig auf - Interview mit Georg Oehm
Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN